Eindeutiges Ja der Werdohler Handballer zur „großen HSV“

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Im Rahmen der turnusmäßigen Wahlen der HSV e.V. votierten die Mitglieder für Hans Heckel (2. Geschäftsführer), Marc Cordt (1. Beisitzer), Kristina de Liello (1. Kassiererin) und Sven Gierse (2. Vorsitzender, von links).

WERDOHL - Eine Gegenstimme, eine Handvoll Enthaltungen – ansonsten stimmten alle Mitglieder für die Fusion der HSV Werdohl/Versetal mit der Handballabteilung des TuS Plettenberg zur „großen HSV“. Denn künftig wollen die benachbarten Lennestädte unter dem Namen HSV Plettenberg/Werdohl antreten.

Diesen Namen präsentierte der HSV-Vorsitzende Alexander Griessl am Montagabend im Rahmen der gut besuchten Jahreshauptversammlung. Zeitgleich tagten auch die Plettenberger Handballer und verhielten sich ähnlich. Auch dort stimmten die Mitglieder für die Bildung einer Handballspielgemeinschaft. Somit ist der Weg frei für eine neue Ära, die entsprechenden Anträge beim Verband sind bereits gestern abgeschickt worden.

Denn: Es eilt, wie Alexander Griessl betonte. Dabei meinte er nicht nur die allgemeine sportliche Situation in den beiden Kommunen. Mit Blick auf die in Kürze beginnenden Aufstiegsrunden der Jugendteams sei es nötig, möglichst rasch den Antrag zu stellen und die Pässe umschreiben zu lassen, damit die neuen HSV-Teams auch antrittsberechtigt sind. Nachdem sich nun beide Kooperationspartner für die Fusion ausgesprochen haben, wird am 17. März eine Gründungsversammlung stattfinden.

Bevor Alexander Griessl den Vorschlag zur Bildung einer großen HSV zur Abstimmung brachte, stellte er das Konzept nochmals grundlegend vor, sprach dabei über den demografischen Wandel in der Region, der nicht nur einhergeht mit einer deutlichen Abnahme der Bevölkerungzahlen. Die Mitglieder, Sportler und Sponsoren würden parallel dazu auch weniger, prognostizieren die Verantwortlichen. Formulierte Ziele wären unter diesen Rahmenbedingungen ohne einen ebenso starken wie gleichberechtigten Partner kaum realisierbar.

Keine reine Zweckehe

Leistungs- und Breitensport sollen angeboten werden, attraktiver Handball soll die Zuschauer ansprechen und die Sponsoren für die Attraktivität und Werbewirksamkeit des Handballs sensibilieren. In dem Konzept spielt die Jugendarbeit eine wichtige Rolle. Künftig sollen vermehrt Eigengewächse den Sprung in die höherklassigen Seniorenmannschaften schaffen, wünschen sich die Initiatoren.

Griessl betonte, dass es sich bei der Fusion nicht um eine reine Zweckehe handelt: „Wir gehen die Beziehung gerne ein“. Aus den Reihen der Mitglieder wurden einige Fragen an den Vorstand gerichtet, am Ende waren sich aber mehr oder weniger alle einig: Es führt kein Weg an einer großen HSV vorbei, will man die längerfristige Sicherung des Handballsports auf einem entsprechenden Niveau garantieren.

Geplant ist, die Spiele künftig im Wechsel in Werdohl und Plettenberg stattfinden zu lassen. Entsprechend sollen sich auch die Trainingseinheiten auf beide Standorte verteilen. Den Hinweis aus dem Auditorium, dass relativ wenige „ältere Semester“ Interesse an der Versammlung zeigten, nahm Alexander Griessl gerne auf. Er möchte alle HSVer im Boot haben und wird deshalb auch das Gespräch mit den älteren Generationen suchen, versprach er.

Bei der Versammlung am Montag handelte es sich um eine „ganz normale“ Jahreshauptversammlung – „und keine außerordentliche“, wie Griessl erklärte. Dass die Versammlung nur wenige Monate nach der vorherigen stattfand, lag an einem Entschluss, das Kalenderjahr mit dem Geschäftsjahr in Einklang zu bringen und deshalb den Termin der JHV wieder an den Anfang eines Jahres zu legen. Dieser war aufgrund der Gründung der HSV als eigenständiger, eingetragener Verein vor zwei Jahren an das Jahresende gerückt.

Die HSV e.V. und die Abteilung des TuS Plettenberg werden als Trägervereine bestehen bleiben. Deshalb fanden turnusmäßigen Wahlen statt. Sven Gierse (2. Vorsitzender), Kristina de Liello (1. Kassiererin) und Marc Cordt (1. Beisitzer) wurden in ihren Ämtern bestätigt, während Hans Heckel von Marion Ludowisy das Amt des zweiten Geschäftsführers übernahm. Das Amt des Pressewartes bleibt unbesetzt. - Markus Jentzsch

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