Mitarbeiter des Bauhofs bauen Überstunden ab

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Wenn kein Schnee geräumt werden muss , bleibt Zeit für andere Aufgaben. So widmeten sich diese Mitarbeiter gestern dem Grünschnitt an einem Hang an der Friedhofstraße.

WERDOHL ▪ „Schlafentzug kann schon Folter sein“, erinnert sich Peter Riecke vom Baubetriebshof mit Grauen an den vergangenen Winter. Die Temperaturen derzeit passen zwar zur Jahreszeit, doch Schnee will nicht wirklich fallen. Das sorgt für Erleichterung bei den Mitarbeitern des Baubetriebshofes.

„Hier bauen einige noch Überstunden aus dem letzten Winter ab“, weiß Peter Riecke zu berichten. Trotz leicht erhöhtem Krankenstand könnten alle Aufgaben in diesem Jahr gut bewältigt werden, freut sich das Personalratsmitglied über den fast schneefreien Winter. Vor allem die Fahrer der Räumfahrzeuge hätten im vergangenen Jahr unter der besonderen Belastung gelitten. Das deren zahlreiche Überstunden nur in Ausnahmefällen ausbezahlt werden könnten, sei kein Problem, betont Riecke: „Da ist einem die Freizeit zur Erholung dann doch lieber.“ Aufgrund dieser Regelung „reißt sich auch kein Mitarbeiter um Überstunden.“ Auch in den Skiurlaub fahre keiner der Männer vom Baubetriebshof. „Da würde man ja schief angeguckt“, erklärte Riecke und lacht. „Schnee konnte nach dem letzten Winter keiner mehr sehen.“

Ähnlich sieht es der städtische Fachbereichsleiter für den Baubetriebshof, Bernd Mitschke: „Dieser Winter ist eher entspannend.“ Dabei hat Mitschke doch leichte Sorgen. Die beziehen sich vor allem auf das nicht zu knapp eingekaufte Streusalz. „Das müssen wir schon diesen Winter verbrauchen, sonst verklumpt es.“ Eine Lösung hat Mitschke dafür noch nicht. Falls in den kommenden Wochen kein Streusalz mehr gebraucht würde, „dann müsste es nochmal gemahlen werden und das wird teuer“, fügte Mitschke an.

Sollte es doch noch zu einem Wintereinbruch mit starken Schneefällen kommen, sieht Mitschke keine Problematik. Alle Mitarbeiter, die derzeit Überstunden abbauen, könnten jederzeit zurück zum Dienst gerufen werden.

Noch sind die Aufgaben der Bauhofmitarbeiter allerdings andere. Gestern Vormittag konnten sie sich unter anderem dem Grünschnitt an einem Hang an der Friedhofstraße widmen. Diese Arbeiten werden sonst weiter ins Frühjahr verschoben.

Normalerweise sollten in den vergangenen Tagen auch die Spundwände am Goetheparkplatz abgebaut werden. Sie waren beim Hochwasser Anfang Januar installiert worden. Mittlerweile sind sie allerdings festgefroren. „Wir bekommen die Wände da jetzt nicht weg“, sagt Uwe Bettelhäuser vom Baubetriebshof. Damit bleibt den Mitarbeitern nur das Warten auf wärmere Temperaturen und die Erledigung anderer Aufgaben. ▪ ds

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