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Mit dem Traktor angeliefert: Ein XXL-Weihnachtsbaum für die Terrasse

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Von: Michael Koll

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Der Weihnachtsbaum von Manuela und Stefan Lässig wurde mit dem Traktor gebracht. Geschmückt ist er mit fast 160 elektrischen Kerzen und 300 Kugeln.
Der Weihnachtsbaum von Manuela und Stefan Lässig wurde mit dem Traktor gebracht. Geschmückt ist er mit fast 160 elektrischen Kerzen und 300 Kugeln. © Stefan Lässig/Michael Koll

4,20 Meter hoch ist der Weihnachtsbaum, der auf der Terrasse von Manuela und Stefan Lässig im Märkischen Kreis steht. Angeliefert werden musste der XXL-Baum, den unter anderem 300 Kugeln schmücken, mit dem Traktor.

„,Du hast sie doch nicht alle’, hat meine Frau Manuela gesagt, als sie dieses Monstrum gesehen hat“, gesteht Stefan Lässig. „Doch einmal im Leben wollte ich einen richtig großen Weihnachtsbaum haben“, erzählt er. Angeliefert hat den Riesen Baum-Verkäufer Christian Crone mit dem Traktor. „Wir haben ihn dann zu zweit hier hochgewuchtet“, erklärt der Kunde des Landwirts, dessen Hof auf dem Dösseln liegt.

Ohne das Wissen seiner Frau hat Lässig den Baum auf dem Hof Crone geordert. „Als Manuela ihn dann sah, hat sie mir nur viel Spaß beim Schmücken gewünscht.“ Das war allerdings nur ihre erste Reaktion. Am Ende hat sie ihrem Mann bei dieser Arbeit dann doch geholfen.

Dekorieren des Baums dauert drei Tage

Der Baum ist 4,20 Meter hoch. „Die Spitze und die oberste Lichterkette musste ich anbringen, während die Tanne lag“, schildert Lässig. „Mit meiner Zwei-Meter-Leiter wäre ich sonst ja nie bis ganz oben heran gekommen.“ Das Lächeln verschwindet langsam aus seinen Gesichtszügen. „Ich muss sowie gestehen, dass Höhe nicht unbedingt meins ist. Und wenn Du ganz oben auf der Leiter stehst und siehst, dass es hinter dem Geländer noch einmal zwei weitere Meter in die Tiefe geht, wird Dir schon etwas flau im Magen.“

So hat das Dekorieren des Christbaums am Ende drei Tage in Anspruch genommen, „obwohl Manuela mir kräftig geholfen hat“. Lichterketten entwirren, den Überblick bewahren, Kugeln anreichen und ihrem Mann Tipps geben, wo zum Gleichgewicht noch etwas fehlt: Die Aufgaben der 48-Jährigen waren vielfältig.

Baum mit Spanngurten fixiert

„157 elektrische Kerzen sind jetzt an dem Baum und mehr als 300 Kugeln – die habe ich nicht gezählt“, sagt Stefan Lässig. Die Nordmanntanne steht nicht in einem gewöhnlichen Baumständer, sondern „in einem Fass, dass ich mit 20 Mauer-Bruchsteinen beschwert habe“, erzählt der stolze Baum-Besitzer. „Außerdem habe ich den Weihnachtsbaum mit zwei Spanngurten fixiert“, ging der Werdohler auf Nummer Sicher.

„Ein Farbkonzept hatte ich beim Anbringen der Kugeln aber nicht“, hat Lässig sich nicht mehr Arbeit als nötig gemacht bei seinem Riesen-Baum. Er grinst breit und unterstreicht: „Mein Motto war nur: Alles frei Schnauze und einfach bunt!“ Hörbar stolz fügt er hinzu: „Eine Nachbarin hat schon gesagt: ,Da hast Du aber einen Prachtbaum.’“

Der größte Weihnachtsbaum in Werdohl?

Auch Spaziergänger seien bereits stehen geblieben, um das Ergebnis seiner dreitägigen Arbeit zu bewundern. „Vor allen Dingen die leuchtenden Augen der Kinder zu sehen, ist etwas ganz Besonderes für mich“, sagt Lässig und klingt gerührt. „Das ist schon klasse.“

Von der Straße Burg aus betrachtet, erstrahlt unterhalb des Baumes auch das mit weiteren 200 Lichtern geschmückte Terrassen-Geländer. „Das ist mit Sicherheit der größte für jedermann offen zu sehende Baum in Privatbesitz in Kleinhammer oder sogar in ganz Werdohl“, sagt Lässig.

Baum günstig bekommen

„Und dann hat er auch noch diese kerzengerade gewachsene Spitze“, schwärmt er. „Mit 70 Euro habe ich ihn ziemlich günstig bekommen“, freut sich der Anwohner Kleinhammers. „Doch ich musste auch noch zwei neue Lichterketten kaufen. Ich hatte nicht genug. Kugeln hatten wir noch ausreichend im Schrank liegen“, schildert der 56-Jährige.

„Bisher hatten wir immer nur Bäume mit zwei Metern oder 2,50 Metern, die im Wohnzimmer standen“, erläutert Lässig. „Und solch ein Riesen-Baum bleibt für mich auch eine einmalige Aktion.“ Sein Traum habe er sich ja nun erfüllt. Und er wird ihn noch bis zum 6. Januar genießen können, dem Datum, an dem er traditionell den Christbaum abbaut.

Regelmäßig Auszeiten zur Besinnung

„Ich bin ein sehr religiöser Mensch und Weihnachten war für mich immer schon das Fest der Familie, ein Datum an dem einmal alle zusammen kommen.“ Lässig überlegt kurz und fügt dann hinzu: „Das sind Augenblicke, die man genießen sollte in dieser schnelllebigen Zeit. Sonst kommt man das gesamte Jahr über ja nie derart zur Ruhe.“

Wobei der Bestatter sich die Auszeiten zur Besinnung regelmäßig nimmt. „Ich gehe nicht nur an Weihnachten in die Kirche, sondern regelmäßig und über das ganze Jahr verteilt.“

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