Minus in der Bilanz des Roten Kreuzes Werdohl

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Wurden geehrt vom Vorsitzenden Gerd Teekenbörg (m) geehrt:Ralf Schnittger (l.) und Klaus Schweitzer (r.) ▪weitzer (r.) ▪ Foto: Koll

WERDOHL ▪ Alarmierend waren einige Zahlen bei der Mitgliederversammlung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Werdohl. Kassierer Walter Scholle sagte angesichts eines dicken Minus in der Bilanz: „Wir mussten 2010 tief in unsere Rücklagen greifen.“ Und das, trotzdem es einen singulären Rekord-Erfolg gegeben habe bei der Haus-Spenden-Sammlung. Doch damit nicht genug: Für das laufende Jahr befürchtete Scholle zudem eine weitere Zehrung der Rücklagen.

„Entwicklung ist bedenklich“

Ein Grund dafür mag der dramatische Rückgang der Anzahl der Fördermitglieder sein. Aktuell verzeichnet die Werdohler Ortsgruppe 650 Fördermitgliedschaften. „Vor zehn Jahren waren es 250, 300 mehr“, erklärte Scholle vor zwölf Anwesenden. Auch der Vorsitzende Gerd Teekenbörg befand: „Die Entwicklung ist bedenklich.“ Deshalb plant das DRK ab Montag, 17. Oktober, Werber mit einem Flyer in der Hand von Haus zu Haus zu schicken.

Abgesehen davon lobte Teekenbörg die Aktiven des Roten Kreuzes aber ausdrücklich: „Die Arbeit stabilisiert sich auf dem Niveau der Vorjahre“, erklärte er. Zudem freute er sich über den Beginn der Bauarbeiten am Werdohler Bahnhof: „Denn, wenn die Woge dort einzieht, können wir unsere Fahrzeuge am bisherigen Woge-Standort unterstellen.“

Klaus Schweitzer hielt den Bericht für die DRK-Bereitschaft. Im Jahr 2010 erfolgte die Fusion mit den Ortsgruppen Altena und Balve zur Einsatzeinheit „MK 1“. Erste Einsatzorte seien unter anderem die Landesgartenschau in Hemer, das Oktoberfest in München sowie das Schützenfest in Werdohl gewesen. Für den Arbeitskreis Blutspende zog Klaus Piekarski das Fazit: 47 Erstspender im vergangenen Jahr und ein Spender, der für 125 Mal Blutspenden ausgezeichnet wurde.

So treu wie die Lebenssaft-Spender sind aber auch die Aktiven des DRK. „Wer einmal bei uns ist, der bleibt auch lange dabei“, zog Teekenbörg diesbezüglich ein positives Fazit.

Mitglieder für

Treue ausgezeichnet

Und so freute er sich, drei langjährige Mitarbeiter ehren zu dürfen. 35 Jahre treu ist bereits Klaus Schweitzer. „Du hast uns auch immer gerne bekocht“, erinnerte sich der Vorsitzende. Und: „Wenn wir einmal miteinander gezankt haben, dann immer auf sachlicher Ebene.“ Die für 30 Jahre Dienst auszuzeichnende Silke Rademacher war nicht anwesend. Doch Ralf Schnittger freute sich über eine Urkunde. Er dient dem DRK immerhin seit bereits anderthalb Dekaden.

Von Michael Koll

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