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Mit Kunst für den Tierschutz: Annette Kögel plant viele Aktionen

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Von: Carla Witt

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Kater Gru besucht Annette Kögel (links) und die Teilnehmerinnen ihrer Kurse und Workshops regelmäßig im Atelier. Dass es in diesem Jahr eine Kunst-Aktion zugunsten des Tierschutzvereins Werdohl-Neuenrade geben soll, scheint ihm zu gefallen.
Kater Gru besucht Annette Kögel (links) und die Teilnehmerinnen ihrer Kurse und Workshops regelmäßig im Atelier. Dass es in diesem Jahr eine Kunst-Aktion zugunsten des Tierschutzvereins Werdohl-Neuenrade geben soll, scheint ihm zu gefallen. © witt

Inzwischen sind auch die Masken im Atelier von Annette Kögel gefallen; die Gefahr durch das Corona-Virus scheint gebannt. Auch die Werdohler Künstlerin hofft auf ein Jahr voller Normalität, plant zahlreiche Projekte und Aktionen. So sollen beispielsweise Spenden für den Tierschutzverein Werdohl-Neuenrade gesammelt werden.

Werdohl –Selbstverständlich bringt Kögel auch dieses Mal den guten Zweck mit der Kunst zusammen. Und nachdem 2021 der Wald und somit der Naturschutz im Fokus der Werdohlerin standen, soll es in diesem Jahr der Tierschutz sein. Geplant ist, dass Kögel und die Kunstschaffenden, die bereits einen ihrer Kurse besucht haben, Leinwände im Format 21 ma 21 Zentimeter gestalten – und zwar im Laufe des gesamten Jahres. „Alles soll ganz zwanglos sein, niemand muss mitmachen“, unterstreicht Kögel. Angesichts des Themas könne sie sich natürlich besonders gut vorstellen, dass Tiermotive auf den kleinen Leinwänden entstehen. „Aber auch das muss nicht unbedingt sein“, sagt sie.

Die fertigen Mini-Kunstwerke möchte die Werdohlerin auf ihrer Homepage unter www.annettekoegel.de präsentieren. „Ein Mindestspendenbetrag wird als Information dabeistehen“, sagt sie. Interessenten, die das Bild haben möchten, können dann per Mail über den entsprechenden Button oder auch telefonisch Kontakt aufnehmen, einen Abholtermin für das Kunstwerk vereinbaren und die Spendensumme aushandeln. „Wir freuen uns, wenn jemand mehr als die Mindestsumme spendet. Jeder Euro zählt“, unterstreicht Kögel.

Ein weiteres Projekt, das größere Ausmaße annehmen könnte, hängt mit den Städten im Märkischen Kreis zusammen. „Sie sollen in Anlehnung an Städtekunstplakate entstehen. In Köln ist darauf beispielsweise der Dom zu sehen“, erläutert Annette Kögel. Für den Märkischen Kreis müssten das aber nicht nur Sehenswürdigkeiten oder besondere Gebäude sein. „Ich könnte mir auch Plakate mit Brücken-Baustellen vorstellen. Die spielen bei uns momentan ja eine große Rolle“, stellt die Künstlerin fest. Aber auch Landschaften rund um die vielen Gewässer im Kreis könnten als Motive in Frage kommen.

Auch an diesen Kunstplakaten könnten alle mitarbeiten, die schon im Atelier aktiv waren. Die Originale, jeweils mit dem Umriss des Märkischen Kreises und der jeweiligen Stadt, sollen auf Holzplatten im Hochformat 100 mal 80 Zentimeter entstehen. „Da aber immer mehrere Teilnehmer gemeinsam ein Plakat gestalten sollen, arbeiten sie auf Chinapapier. Es wird dann jeweils auf- und ins Bild eingearbeitet“, erläutert die Künstlerin die Vorgehensweise.

Neben diesen beiden Projekten bietet das Programm 2023 – es ist auf der Homepage einsehbar und soll noch um weitere Angebote ergänzt werden – für Kunstinteressierte wieder viele Möglichkeiten: zum Beispiel Kreativabende zum Experimentieren mit Silikat-Farben auf Mineralbasis, mit rein natürlichen Pigmenten. „Sie sind sehr matt, dafür aber ganz besonders lebendig“, beschreibt die Künstlerin die Eigenschaften dieser Farben, die aber zukünftig nicht die bewährten Acrylfarben ersetzen sollen.

Als Pendant zu den Styrodur-Hirschen, die sich in der Vorweihnachtszeit schon einen festen Platz im Programm gesichert haben, sollen im Frühling andere Pflanzenfresser das Atelier vereinnahmen: Während des Osterworkshops am 30. und 31. März lautet das Thema „Schafe!“. Dabei können die Teilnehmer nicht nur mit Styrodur arbeiten, auch andere Werkstoffe, etwa Büttenpapier oder gespachteltes, betonartiges Material, könne als Grundlage für die österlichen Motive dienen. Die Teilnahme an diesem Workshop kostet 50 Euro, Materialkosten kommen dazu.

Erstmals seit 2020 möchte Kögel auch wieder Kurse für Anfänger und Wiedereinsteiger anbieten. Diese sollen im zweiten Halbjahr stattfinden und Ende Juli beginnen.

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