Lob für VDM: „Das ist eine große Sache“

Mika Seitovirta, Chief Executive Officer des finnischen Konzerns Outokumpu, stellte sich gestern den Mitarbeitern von ThyssenKrupp VDM vor.

WERDOHL / HEMER ▪ Noch bis zum 16. November hat die EU-Kommission Zeit, die Übernahme der ThyssenKrupp-Edelstahlsparte Inoxum durch den finnischen Konzern Outokumpu zu prüfen. Jetzt stellte sich jedoch bereits Mika Seitovirta, Chief Executive Officer (Geschäftsführer) des finnischen Unternehmens, den Mitarbeitern von ThyssenKrupp VDM vor.

Die waren in großer Zahl aus den Standorten Werdohl, Altena, Unna und Siegen zur Betriebsversammlung ins Grohe-Forum nach Hemer gekommen.

Dort präsentierte Seitovirta das Management des Unternehmens, berichtete über die Hintergründe des Zusammenschlusses und über geplante Investititonen. „Es hat viele wichtige Fragen gegeben. Alle waren sehr gut vorbereitet“, gab der Outokumpu-Chef in einem kurzen anschließenden Pressegespräch seinen Eindruck von der mehrstündigen Versammlung wieder. Beeindruckt zeigte er sich von dem Stolz der VDM-Mitarbeiter auf ihre Firma und ihre Arbeit: „Das ist eine große Sache.“

Veränderungen in der Mitarbeiterzahl stünden nicht zur Debatte. VDM sei eine profitable Sparte innerhalb des Konzerns. Zudem halte man an den im Februar gegebenen Zusicherungen fest. Bei der Bekanntgabe des Zusammenschlusses waren betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2015 an den deutschen Standorten ausgeschlossen worden. Im Zuge geplanter Werksschließungen in Krefeld und Bochum sollen den Beschäftigten alternative Arbeitsplätze angeboten werden.

Welche konkreten Investitionspläne es in Bezug auf die VDM-Standorte gibt, wollte Seitovirta noch nicht öffentlich darlegen: „Wir warten auf das Ergebnis der EU-Kommission.“ Es sei eine große Transaktion. „Wir wussten, dass es ein langer Prozess sein wird. Die Gespräche sind konstruktiv“, meinte der Outokumpu-Chef. Mehr als 50 Mitarbeiter innerhalb des Unternehmens seien seit Monaten mit den Planungen beschäftigt. Wenn die Genehmigung komme, sei man startklar.

Durch den Zuammenschluss von Inoxum und Outokumpa soll ein neuer Weltmarktführer im Edelstahlsektor entstehen. Die EU-Kommission befürchtet, dass es damit zu wenig Konkurrenz geben wird. Das finnische Unternehmen hatte deshalb in der vergangenen Woche angekündigt, sich von einigen Anlagen in Schweden zu trennen, um die Bedenken zu zerstreuen. Sowohl Outokumpu als auch Inoxum machen seit einigen Jahren Verluste. Mit dem Zusammenschluss sieht man weltweit bessere Wettbewerbschancen.

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