Michael Nitsch ist neuer Geschäftsführer bei Hesmer

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Der neue Geschäftsführer der Karl Hesmer Werkzeugfabrik will künftig kräftig mit anpacken, um die Firma in die Zukunft zu führen und den Standort in Dresel zu stärken.

Werdohl - Michael Nitsch ist seit dem 1. Juli neuer Inhaber der Karl Hesmer Werkzeugfabrik GmbH in Dresel. Er hat sie von seinem Vorgänger Manuel Saura übernommen.

Mit einer neuen Maschine – einem Fünf-Achs-Zentrum zum Fräsen – hat der neue Geschäftsführer bereits eine Erweiterung des Produkt-Portfolios vorgenommen. 

„Wir können Motorgehäuse für Klassik-Fahrzeuge erstellen, also Aluminium-Gussteile für Oldtimer.“ 1938 gründete Namensgeber Karl Hesmer das Unternehmen für Hartmetallwerkzeuge – seinerzeit noch in Pungelscheid. Nach dem frühen Tod des Firmengründers übernahm sein Sohn Hans Hesmer. Dessen Nachfolger Saura hat bereits als 14-Jähriger im Unternehmen als Lehrling angefangen. Saura bleibt nun noch bis Ende des Jahres der Werkzeugfabrik erhalten, geht dann in den wohlverdienten Ruhestand. 

Seit Februar führt er Nitsch in seine neue Aufgabe ein. Der neue Geschäftsführer hatte zuvor zehn Jahre lang ein anderes Metallbearbeitungs-Unternehmen geleitet, nachdem er ein Studium zum Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieur abgebrochen hatte. 

Mit dem Fünf-Achs-Zentrum werden Motorgehäuse aus Aluminium fabriziert. Michael Nitsch will damit neue Kunden gewinnen.

Seit September 2003 ist Karl Hesmer Werkzeugfabrik ein von der SIHK anerkannter Ausbildungsbetrieb. Heute arbeiten dort 29 Mitarbeiter, darunter drei Auszubildende zum Zerspanungsmechaniker. „Vor fünf bis zehn Jahren waren hier noch mehr als 50 Menschen angestellt“, weiß Nitsch. „Da wollen wir wieder hinkommen.“ Eine Steigerung des Jahresumsatzes, der derzeit bei rund zwei Millionen Euro im Jahr liegt, strebt der gebürtige Werdohler deshalb an. 

Das Hauptaugenmerk der Firma war bisher auf vier Aufgabenfelder gerichtet: 1. die Kaltumformung für die Schraubenindustrie, 2. die Anfertigung von Sonderzentrierspitzen zum Einsetzen in Dreh- und Schleifmaschinen, 3. Sonderanfertigungen und Bauen nach Muster aller denkbaren Teile für die Maschinenbau-Branche sowie 4. der Verkauf einer noch von der Familie Hesmer selbst entwickelten Maschine von Hartmetallteilen. Nitsch listet auf: „Wir sind Experten für Schleifen, Härten, Erodieren, Drehen und Fräsen.“ 

Das Arbeiten mit Hartmetall – vorzugsweise diversen Stählen – bleibt Kerngeschäft des alteingesessenen Werdohler Unternehmens, blickt Nitsch in die Zukunft. Der frischgebackene Geschäftsführer will den bisherigen Kundenstamm weiter mit gewohnter Qualität beliefern. „Mit der neuen Maschine können wir aber schneller und präziser arbeiten, da diese mehrere Seiten eines Werkstücks bearbeiten kann, ohne dass dieses immer wieder neu eingespannt werden muss.“ 

Die Kunden der Karl Hesmer Werkzeugfabrik kommen vornehmlich aus ganz Deutschland, aber auch aus dem europäischen Ausland. „Da auch weltweit tätige Großkonzerne zu unseren Abnehmern gehören“, berichtet Nitsch, „stehen unsere Maschinen aber auch beispielsweise in Brasilien und China.“ Dass nun mit Aluminium auch ein weicheres Metall zu den in Dresel verarbeiteten Werkstoffen gehört, führt dazu, „dass Neueinstellungen nicht auszuschließen sind“, freut sich der jetzige Geschäftsführer auf seine neue Aufgabe. 

Wichtig sei ihm, den Standort des von ihm nun gekauften Unternehmens in Dresel langfristig zu sichern. Stets an seiner Seite ist dabei übrigens der vierjährige Mischling Bruno, weshalb sich Nitsch am Ende des Gespräches auch noch einmal korrigiert: „Hier sind natürlich 29 Mitarbeiter und ein Hund beschäftigt.“ Brunos Aufgaben sind klar umrissen: Er soll im Büro liegen und sich von Besuchern streicheln lassen.

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