St. Michael-Grundschule gibt Jül-Klassen auf / Sommerliches Schulsingen

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Im Treppenhaus, wo der Klang besonders gut ist, hatten sich die Kinder der St. Michael-Grundschule Donnerstag Mittag zum Schulsingen vor den Sommerferien versammelt.

Werdohl - Mit einem Lied auf den Lippen haben sich die Kinder der St. Michael-Grundschule am Donnerstagmittag in die Sommerferien verabschiedet. Das neue Schuljahr wird für die meisten von ihnen Veränderungen bringen.

Am Freitag steht an der katholischen Grundschule nur noch ein lockeres Hinausgleiten aus dem Schulalltag auf dem Stundenplan. 

Das Schulsingen markierte am Donnerstag bereits das Ende des Schuljahres. Dazu hatten sich alle Kinder im Treppenhaus der Schule versammelt. Mit dem Schullied eröffneten sie die traditionelle Veranstaltung vor Ferienbeginn. Auch das bei der Eröffnung des Brüninghaus-Platzes erstmals vorgetragene Lied „Hallo, Werdohl“, gehörte zum Programm. 

Ansonsten sangen die Kinder überwiegend Lieder, die den Sommer und Ferienaktivitäten zum Inhalt hatten: Den Kanon „Ich liebe den Sommer“, der die Kinder von Sandburgen, Eisessen und Sonnenschein träumten, oder „Wenn der Sommer kommt“ nach der Melodie von Mungo Jerrys Hit „In the Summertime“ aus dem Jahr 1970, in dem es ums Fahrradfahren und Spielen im Sand geht, das manchem Grundschüler in den nächsten Wochen bevorstehen dürfte. 

Zum Abschied ein Autogramm von der Schulleiterin: Christel Kringe durfte gestern auf zahlreichen Viertklässler-T-Shirts unterschreiben.

Den Schlusspunkt setzten die 50 Viertklässler, die sich mit dem Lied „Gehn wir“ aus der Grundschule verabschiedeten. Nicht nur für die Kinder aus dem vierten Schuljahr, die auf ihren Abschluss-T-Shirts Autogramme von Mitschülern und Lehrerinnen sammelten, wird sich mit Beginn des neuen Schuljahres einiges ändern. 

Auch auf die verbleibenden kommt eine Veränderung zu: Die St. Michael-Grundschule werde sich „aus personellen und pädagogischen Gründen“ von dem vor vier Jahren eingeführten jahrgangsübergreifenden Lernen (Jül) wieder verabschieden, erklärte Schulleiterin Christel Kringe. Bei diesem auch „flexible Schuleingangsphase“ genannten Unterrichtsmodell lernen Schüler zwei Schuljahre lang in einer jahrsgangsübergreifenden Klasse. Durch individuelles Lernen in dieser Zeit sollen Leistungsunterschiede ausgeglichen werden. 

Nun hat die Schulkonferenz beschlossen, zum jahrgangsbezogenen Unterricht zurückzukehren. „Wir haben das Signal erhalten, dass die Versorgung mit Lehrpersonal für die Schule dadurch besser ist“, sagte Michael Grabs, Leiter des auch für die Schulen zuständigen Fachbereichs 1 im Rathaus.

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