Flussabschnitt soll naturnah umgestaltet werden

Verse-Umgestaltung geht in Eveking weiter

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Unterhalb der Evekinger Versebrücke soll das Flussufer rechts und links wieder naturnah gestaltet werden. Dazu gehört der Abriss von Stützmauern, die sich hinter viel Grün verbergen.

Werdohl - Die Stadt Werdohl setzt die naturnahe Umgestaltung der Verse demnächst mit einer weiteren Maßnahme in Eveking fort. Eine entsprechende einstimmige Empfehlung hat jedenfalls am Montagabend der Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung (Ustea) dem Rat ausgesprochen.

Schon seit geraumer Zeit arbeitet die Stadt daran, den ökologischen Zustand der Verse zu verbessern. Nach Maßnahmen in Versevörde, Altenmühle und im Bereich des ehemaligen Ledigenwohnheimes in Eveking sowie in der Borbecke soll es nun im Bereich der denkmalgeschützten Versebrücke in Eveking weitergehen. 

Entsprechende Planungen für einen 100 Meter langen Abschnitt erläuterte Peter Erwig von der Abteilung Bauen und Immobilienmanagement am Montag im Rathaus. Die marode Stützmauer unterhalb des Parkplatzes am St. Bonifatius-Kindergarten solle abgetragen und das Flussufer abgeflacht werden. „Ziel ist es, den Parkplatz des Kindergartens dabei nicht anzutasten. Grundsätzlich wollen wir nicht in befestigte Flächen eingreifen“, sagte Erwig. 

Ob das gelinge, sei aber nicht sicher. Auch auf der anderen Flussseite solle das Ufer neu gestaltet werden. Von dort solle dann ein leichterer Zugang zum Fluss ermöglicht werden. Gleichzeitig sollen gewässernahe Bäume entfernt und die Uferböschungen durch wasserbauliche Maßnahmen stabilisiert werden. Erwig erwartet von der Maßnahme die Entstehung eines innerstädtischen Erlebnisraumes, der zu einer naturnahen und strukturellen Aufwertung des Versetals beitrage. 

Die Kosten für diese Maßnahme, die bereits im nächsten Jahr durchgeführt werden soll, bezifferte er mit etwa 207.000 Euro. Möglich werden solche Maßnahmen durch die Wasserrahmenrichtlinie der EU, die festlegt, wie Fließgewässer wieder in einen sogenannten „guten Zustand“ versetzt werden sollen. Die sehr kostenintensiven Maßnahmen werden zu 90 Prozent gefördert, bei der Stadt bleibt also ein vergleichsweise geringer Anteil. Der Rat muss der Maßnahme in seiner nächsten Sitzung noch zustimmen.

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