Menshen zieht auf das Brüninghaus-Gelände

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Die Geschäftsführer Lutz Menshen und Dirk Jansen auf dem Schrottplatz in Blechhammer. ▪

WERDOHL ▪ Der Schrottgroßhandel A. Menshen wird in den nächsten zwei Jahren komplett vom Blechhammer wegziehen und auf das ehemalige Brüninghaus-Gelände übersiedeln. Zum 1. Januar übernimmt die Familie Menshen die kompletten 100 000 Quadratmeter von ThyssenKrupp.

40 000 Quadratmeter vom Brüninghaus-Gelände inklusive des alten Bürogebäudes gehören der U. Menshen Gewerbeimmobilien seit 2006. In den Hallen wird seitdem ein Teil des Schrotthandels abgewickelt. Als das Aus von ThyssenKrupp Bilstein vor zwei Jahren bekannt wurde, nahm Menshen wieder Kontakt auf und bewarb sich um einen weiteren Teil des Geländes und die beiden großen Produktionshallen.

Den Weg frei für die komplette Übernahme machte vor einigen Wochen letztlich ein Vertrag mit ThyssenKrupp Automotive, die bekanntlich ihren Betrieb in Werdohl auslaufen lassen werden. Automotive ist an die ZF Friedrichshafen verkauft, die Produktionsstätte wird verlagert. Menshen konnte die weiteren 60 000 Quadratmeter unter der Bedingung übernehmen, zunächst für fünf Jahre an TK Automotive zu vermieten.

Die Schrotthandel-Geschäftsführer Lutz Menshen und Dirk Jansen wollen weg vom Blechhammer. Die Logistik mit den Lastwagen direkt neben der B 229 wird immer komplizierter, zudem steht nur eine Fahrzeugwaage zur Verfügung. Der Großteil der Altmetalle liegt unter freiem Himmel. Das Gelände direkt neben der Verse ist 35 000 Quadratmeter groß. Gegründet wurde der Betrieb von Vater Arnold Menshen im Jahre 1977, heute sind dort 12 kaufmännische und 36 gewerbliche Mitarbeiter beschäftigt. Der Schrotthandel lässt 16 Lkw und drei Bagger sowie mehrere kleinere Fahrzeuge fahren. Neben dem Großhandel mit Schrott und Altmetallen wird auch noch zusätzlich ein Containerdienst angeboten.

Die Bedingungen für den Schrottgroßhandel sind am zukünftigen Standort am Ohl viel besser. „Wir wollen dort effektiver werden“, so Lutz Menshen: „und so viel wie möglich unter ein Dach bekommen“. In Vorgesprächen habe die Bezirksregierung signalisiert, dass eine Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutz-Gesetz am neuen Standort wohl möglich sei. Die Prüfung wird jetzt von Menshen beantragt, mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr wird gerechnet.

Wenn die Genehmigung vorliegt, muss das Brüninghaus-Gelände für die Zwecke des Schrotthandels eingerichtet werden. Der komplette Umzug des Betriebs vom Blechhammer zum Ohl soll innerhalb von zwei Jahren abgewickelt sein. ▪ heyn

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