Menschliche Begegnung

Adonia Simon bekam auch die Gelegenheit, einen Gottesdienst in der Friedenskirche mitzugestalten.

WERDOHL ▪ Seit vielen Jahren schon gibt es eine intensive Partnerschaft zwischen den evangelischen Kirchenkreisen Missenye in Tansania und Lüdenscheid-Plettenberg. Geprägt werden die Beziehungen einerseits durch die finanzielle Unterstützung einiger wichtiger Projekte in Afrika, andererseits aber auch durch menschliche Begegnung.

Rund vier Wochen lang hat sich eine fünfköpfige Delegation aus Missenye – mit ihrem Superintendenten an der Spitze – im hiesigen Kirchenkreis aufgehalten. Zwar standen auch offizielle Termine, wie die Teilnahme an einem Schulunterricht in Attendorn oder an einem Seminar zum Thema Armut in der Tagesstätte Ringscheid auf dem Programm, doch in erster Linie ging es um die menschliche Begegnung.

Sehr ausgeprägt war dieser Kontakt zum Beispiel zu Adonia Simon (37). Er war rund eine Woche Gast im Hause von Pfarrer Dirk Grzegorek in Eveking, führte zahlreiche Gespräche mit hiesigen Gemeindegliedern und nahm auch an einer Familienfeier teil.

Auch wenn der junge Farmer aus Bukoba zum Teil den Gottesdienst am Sonntag mitgestaltet hat, stand doch sonst wenig Kirchliches auf seinem Programm. Besonders interessant dürfte für Adonia Simon ein Besuch bei Bauer Crone gewesen sein, um dort zu erfahren, wie die Arbeit eines deutschen Landwirtes aussieht.

Solche Besuche samt ausgeprägtem Gedankenaustausch „sind wichtig, um zu wissen, mit welchen Menschen man es tun hat, für die auch die Spenden aus Werdohl bestimmt sind“, so Pfarrer Grzegorek.

Immerhin werden mit Geldern aus der hiesigen Kirchengemeinde diverse Projekte im Partnerkirchenkreis Missenye mitfinanziert. Die Frauenhilfe unterstützt ein Schulprojekt, damit Kinder eine ordentliche Schulbildung erhalten; Gelder flossen in den Bau einer Kirche in Kashozi und eines Pfarrhauses in Bogango. Zudem sei – speziell aus Eveking – aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der Friedenskirche ein Wassertank für eine Dorfgemeinschaft finanziert worden.

Der Besuch der Delegation aus Tansania ist inzwischen beendet, doch schon nächste Woche wird Superintendent Klaus Majoress mit einer Gruppe zu einem Gegenbesuch starten, denn in Missenye soll das 100-jährige Bestehen des dortigen Kirchenkreises gefeiert werden.

Rainer Kanbach

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