Attraktion an Werdohler Wanderweg

Wichteldorf aus Sauerlandstones soll weiter wachsen

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Melina Zeising ist neun Jahre jung und hat gemeinsam mit ihren Eltern ein Wichteldorf am Waldweg zwischen Langestraße und Ludemert aufgebaut.

Werdohl - Die Facebook-Gruppe „Sauerlandstones“ hat diesen Monat ihren ersten Geburtstag gefeiert. Zu diesem Anlass hat sich Melina Zeising (9), eine junge, kreative Werdohlerin, zusammen mit ihrer Mutter Katrin etwas einfallen lassen.

Im Ortsteil Eveking, direkt am Waldweg zwischen der Langestraße und Ludemerter Weg, hat die Neunjährige ein Wichteldorf aus sogenannten Sauerlandstones aufgebaut. Das sind Steine, die man bemalt und dann im Wald oder anderswo draußen hinlegt.

Ein Baumstumpf mit Wurzeln dient als Fläche, auf der das Dorf steht. Rundherum hat Melina eine Schnur gespannt, das soll Hunde fernhalten.

Die Sauerlandstones tragen verschiedene Motive: Vom lustigen Wichtel über sein Wichtelhaus mit der dazugehörigen Einrichtung bis hin zu Vögeln und Käfern. Sogar eine Geburtstagstorte für die Wichtel gibt es anlässlich des Gruppen-Jubiläums.

An alles hat Melina gedacht. Sie bemalt die Sauerlandstones gemeinsam mit ihrer Mutter Katrin Zeising. „An unserem Esstisch wird inzwischen, glaube ich, mehr gemalt als gegessen“, scherzt sie.

Als Melina vier Jahre alt war, bemalte sie schon Steine für ihre Oma in Bremen. Irgendwann war der Malwunsch eingeschlafen, aber jetzt in der Coronazeit wieder interessant geworden, berichtet Katrin Zeising. Zu den Großeltern in Bremen wurden schon bemalte Exemplare geschickt. Auch im und rund um das eigene Haus findet man einige der bunten Steine.

Und dann gibt es eben noch das Wichteldorf, das jetzt Melinas ganzer Stolz ist. „Acht neue Steine sind schon dazu gekommen“, sagt die Neunjährige, nachdem sie sicherheitshalber noch einmal gezählt hat. Zeisings freuen sich über jeden Sauerlandstone, der zum Wichteldorf passt und seinen Weg dorthin findet.

„Es gibt solche Sammelstellen auch woanders, zum Beispiel in der Soester Börde. Das ist aber ein bisschen weit zu fahren, wenn man nur ein paar Steine ablegen möchte“, sagt Katrin Zeising. Aus diesem Grund sei das Wichteldorf in Eveking entstanden. Dort legen Melina und Katrin Zeising auch selbst mindestens einmal pro Woche Steine aus.

Damit das Wichteldorf weiter wachsen kann, sollen die Sauerlandstones dort liegen bleiben. Normalerweise darf jeder, der einen bemalten Stein findet, ihn mitnehmen. Dann wird ein Foto gemacht, in der Facebook-Gruppe gepostet und der Stein anschließend wieder ausgewildert, damit er noch anderen Menschen Freude bereiten kann.

Melina Zeising hat sich jetzt etwas Pfiffiges einfallen lassen. Ein paar Meter weiter hat sie eine zusätzliche Tauschstelle aufgebaut: Die Steine, die dort liegen, können von Spaziergängern mitgenommen werden.

Den Waldweg nutzten viele Hundebesitzer auf ihrer täglichen Runde, berichten die Zeisings. Auch Besucher aus Lüdenscheid seien schon da gewesen, um einen Beitrag zum Wichteldorf zu leisten. Melina Zeising und ihre Mutter wollen weiterhin aufmerksam beobachten, welche Steine dazukommen und sind schon gespannt. Selbst werden sie natürlich auch weitermalen und den Esstisch in Beschlag nehmen.

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