Das meiste Altpapier wird im Oktober entsorgt

Freundlich begrüßt Elena Meininghaus am Bringhof Werdohl die Bürgerinnen und Bürger. -  Foto: Koll

Werdohl -   3600,84 Tonnen Abfälle zur Beseitigung, sprich: Restmüll, fielen 2013 in Werdohl laut dem Zweckverband für Abfallbeseitigung Iserlohn (ZfA) an. 2012 lag die Zahl noch bei 3740,62 Tonnen. Damit sank die Restmüllmenge pro Einwohner in Werdohl von 292 auf 287 Kilogramm im Jahr.

Die Menge an Sperrmüll stieg im gleichen Zeitraum von 1416,69 Tonnen auf 1447,52. Die Menge pro Einwohner stieg somit von 77 auf 80 Kilogramm im Jahr. Die Summe im Wechselsystem – dort erfolgt die Entsorgung durch den Tausch des vollen gegen einen leeren Behälter – sank in Werdohl von 186,66 auf 170 Tonnen. Das sind neun Kilogramm pro Einwohner im Jahr, ein Kilogramm weniger als 2012.

Die Grünabfälle aus Werdohl wogen 2013 insgesamt 600,15 Tonnen. Dabei sind nur die Grünabfälle aus Umleerbehältern gerechnet. Anlieferungen zu den Bringhöfen sind darin nicht erfasst. Dort wurden in Werdohl 46,71 Tonnen Grünabfälle angeliefert. Hinzu kommen 61,22 Tonnen Werdohler Grünabfälle im Holsystem. Dabei holt der ZfA Grünabfälle an der Anfallstelle ab. 0,46 Tonnen wurden von Werdohlern in Iserlohn-Sümmern beim ZfA angeliefert. Insgesamt betrug die Summe der Grünabfälle 708,54 Tonnen.

Damit ist Werdohl die einzige Gemeinde im ZfA-Gebiet, in welcher 2013 mehr Grünabfälle – gerechnet auf den einzelnen Einwohner – anfielen als 2012: Es waren 38,3 Kilogramm (2012: 37,5). Allerdings liegt Werdohl weiterhin am Ende der Skala: An der Spitze steht Menden, dort fallen pro Einwohner und Jahr 131,3 Kilogramm Grünabfälle an.

1080,84 Tonnen Altpapier sammelten die Einwohner Werdohls 2013. Wer glaubt, der Dezember liege vorne, da dann eine Menge Geschenkpapier anfalle, der liegt falsch. Der Oktober ist in der Stadt zwischen Lenne und Verse der Papierabfall-reichste. 59,45 Kilogramm Altpapier pro Einwohner und Jahr kommen aus Werdohl. Auch in diesem Bereich liegt Werdohl ganz am Ende der ZfA-Skala. Das meiste Altpapier kommt aus Balve: 99,47 Kilogramm pro Einwohner im Jahr. Das bedeutet für Balve übrigens einen Anstieg um 14 Kilogramm im Vergleich zu 2012, in Werdohl sank die Menge dagegen um ein Kilogramm. Übrigens: „In der Stadt Werdohl stehen den Bürgern 79 Altpapier-Container zur Verfügung“, teilt Kerstin Twer vom städtischen Ordnungsamt mit. Glascontainer gebe es sogar 99, ergänzt sie.

Nicht nur Grünabfälle landen am Werdohler Bringhof. Im Schnitt liefern 57 Fahrzeuge dort am Tag Müll an. Zwar werden die Anlieferer nach der Postleitzahl ihres Wohnortes gefragt, allerdings werden die Antworten nicht statistisch festgehalten, erklärt Dieter Petereit, Betriebsleiter der Bringhöfe und Leiter der Finanzbuchhaltung im ZfA.

2013 war der Werdohler Bringhof an 249 Tagen geöffnet. 14 306 Anlieferungen fanden in dieser Zeit statt. Das meiste, was dort angeliefert wird, gilt als Sperrmüll. Im vorigen Jahr waren das 350 Tonnen. Am Ende der Tabelle stehen Altreifen (eine Tonne) und Glas (zwei Tonnen).

Der ZfA, zu welchem die Gemeinden Altena, Balve, Iserlohn, Menden, Nachrodt, Plettenberg und Werdohl gehören, hat im vergangenen Jahr insgesamt 112 167 Tonnen Abfälle verarbeitet. Pro Werdohler fielen 458,22 Kilogramm Müll 2013 an. 2012 waren es noch 466,30.

Der weitaus größte Anteil im ZfA-Gebiet, knapp 52 Prozent, entfiel auf den Restmüll. Es folgen Grünabfälle mit 20 Prozent und Altpapier mit knapp 14 Prozent. Schließlich kommen noch Leichtstoffe, Altglas sowie Elektro- und Kühlgeräte dazu. Im Vergleich zu 2012 sanken die Mengen an Restmüll um 2,8 Prozent, die an Grünabfällen um 4,6 Prozent.

Pro Einwohner des Märkischen Kreises wurden damit 72,29 Kilogramm Altpapier im vergangenen Jahr gesammelt – gut ein Kilogramm mehr als 2012 (70,95). Jeder Einwohner sammelte im Schnitt 19,73 Kilogramm Altglas – im Vorjahr waren es 19,76. Restmüll fiel pro Person im Jahresgewicht von 256,27 Kilogramm an (261,26). Grünabfälle gingen zurück von 103,97 auf 100,10 Kilogramm.

Von Michael Koll

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