Osterfeuer, Preisschießen und ein Fackelzug in Werdohl

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Traditionell entzünden die Werdohler Schützen ihr Osterfeuer auf dem Platz am Restaurant Vier Jahreszeiten. In diesem Jahr geschah dies aufgrund der Kälte ein bisschen früher.

Werdohl -  Gleich an mehreren Orten wurden am Wochenende im Werdohler Stadtgebiet die traditionellen Osterfeuer entzündet. Während die beiden Schützenvereine bereits am Samstag ihre Veranstaltungen durchführten, begannen die Pfadfinder am Sonntag mit einer Osterandacht in der Pfarrkirche St. Michael.

In einer kurzen Ansprache erinnerte Kurat Stefan Dreseler daran, dass das Osterlicht für die Auferstehung Jesu stehe und die Pfadfinder vom Stamm St. Michael auch in diesem Jahr wieder viel Arbeit in den Aufbau des Osterfeuers investiert hätten.

Daraufhin entzündete Leon Bossong jene Fackel am Licht der Osterkerze, die im Anschluss an die kurze Andacht in einer Prozession zum Biwakplatz am Kettling getragen wurde.

Eine Woche lang hatten die Pfadfinder dort Grünschnitt aufgeschichtet und eine symbolische Judas-Figur an der Spitze des Osterfeuers befestigt. „In diesem Jahr hatten wir zudem so viele Paletten übrig, dass daraus Tische und Bänke entstanden sind“, berichtete Stammesvorstand Benedikt Gnacke. Von langer Dauer war das Mobiliar allerdings nicht, vielmehr diente es im weiteren Verlauf des Abends als zusätzliches Brennmaterial.

Während Leon Bossong die Fackel am Licht der Osterkerze entzündete, sprach Stefan Dreseler ein Gebet.

Bereits für Samstag hatte der Werdohler Schützenverzu seiner Osterfeuer-Veranstaltung eingeladen, die federführend von den Jungschützen in Zusammenarbeit mit der 1. und der 3. Kompanie organisiert wurde. „Aufgrund der kühlen Witterung haben wir das Feuer ein bisschen eher angezündet“, so Christian Reiche.

Bereits ab Donnerstag hatten die Jungschützen durchgehend eine Nachtwache organisiert, damit der neun Meter hohe und 15 Meter breite Turm nicht schon früher in Flammen aufging. Mit der Resonanz waren die Schützen sehr zufrieden.

Dies traf übrigens auch auf die Mitglieder des Versetaler Schützenvereins zu. Bereits am Nachmittag hatten sich mehr als 60 Kinder zum Ostereier malen eingefunden. „Es werden von Jahr zu Jahr mehr und das ist sehr schön“, freute sich Oberst Frank Herber über die rege Beteiligung. „Der Nachwuchs ist uns sehr wichtig“. Schon für die Karnevals-Feier im Frühjahr hätten sich so viele Kinder angemeldet, „dass wir gar nicht alle annehmen konnten“. Deshalb überlege der Verein, die Fete im kommenden Jahr an einen anderen Ort auszulagern.

Bevor das große Osterfeuer im Versetal gezündet wurde, zogen die Kinder in einem Fackelzug um den Schützenplatz.

Zudem konnten die kleinen Besucher erstmals am renaturierten Bachlauf der Verse spielen. In diesem Jahr wurde das große Osterfeuer früher als üblich abgebrannt. Der Grund: ein Fernsehteam des WDR wollte den Moment des Entzündens in eine Live-Sendung aufnehmen. Nach 2009 waren die TV-Leute nun ein zweites Mal im Versetal zu Gast.

Bereits am vergangenen Mittwoch hatten die Schützen zunächst einen Tunnel gebaut, über dem der Grünschnitt aufgeschichtet und später auch noch einmal umgeschichtet wurde.

Auch ein Osterpreisschießen hatten die Schützen am Nachmittag auf die Beine gestellt; genauso wie einen Fackelzug, Stockbrotbacken und ein kleines Feuer für die Kinder. Beim Preisschießen musste am Ende noch das Stechen entscheiden, bevor Christel Hausmann die Sieger küren konnte. Gewonnen haben Patrick Greitemann, Marcel Gering, Bastian Häring, Klaus König, Patrick Gering, Thomas Gering, Margitta Grüber, Ralf Holland, Torsten Jesse und Klaus Radzuweit.

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