Mehr Licht für Ahorn und Eiche

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Carina Eckhardt (zweite von links) und Annelie Sieveking (zweite von rechts) legen Pflegepfade an und schneiden Bäume zurück. Förster Kevin Hauser (links), Bürgermeister Siegfried Griebsch und Projektleiterin Anna Helms freuen sich über den Einsatz der Freiwilligen.

Werdohl - Hier und da leuchten zwischen den Bäumen orangefarbene Regenjacken. Einige der jungen Frauen und Männer tragen dunkelgrünes Regenzeug und werden damit im Gehölz fast unsichtbar. Tapfer bahnen sich die 20 Freiwilligen des Bergwaldprojektes ihre Wege durch nasse Sträucher.

„Wir schneiden Brombeeren und Birken zurück, damit Ahornbäume und Eichen mehr Licht bekommen“, erklärt Teilnehmerin Annelie Sieveking die Tagesaufgabe. „Gestern haben wir Pflegepfade angelegt.“ Die seien wichtig, um überhaupt an die Bäume heranzukommen, erläutert Revierförster Kevin Hauser. „Die Flächen wurden nach Kyrill neu bepflanzt und sind teilweise kaum begehbar.“ Die 20 Helfer, die in dieser Woche in den Werdohler Wäldern unterwegs sind, absolvieren ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ). Dieses Orientierungs- und Bildungsjahr soll Grundkenntnisse in Natur- und Umweltschutz vermitteln. Dazu gehören auch praktische Seminare wie das Bergwaldprojekt.

„Wir brechen jeden Tag um 8 Uhr auf“, sagt Projektleiterin Anna Helms. Normalerweise dauere der Einsatz im Wald bis 17 Uhr. „Aber wenn es zu stark regnet und alle durchgeweicht sind, brechen wir auch mal früher ab.“

Unter Zeitdruck stehen die Freiwilligen und ihre Betreuer nicht. „Wir arbeiten vor allem ordentlich und sicher“, sagt Helms. Außerdem sollen die jungen Frauen und Männer ja auch etwas von ihrem Einsatz haben. „Es ist wichtig, dass die Leute wissen, was sie machen und warum sie es tun“, findet die Leiterin. Ziel des Projektes sei es, Zusammenhänge zu vermitteln. „Man sieht den Wald hinterher mit ganz anderen Augen“, befand auch Bürgermeister Siegfried Griebsch, als er den Helfern gestern einen Besuch abstattete.

Von Constanze Raidt

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