„Mehr können wir nicht tun“

Küster Ralf Reininghaus mit dem Stein, der am Donnerstag aus der Fassade der Christuskirche auf den Gehweg geschlagen war.

Werdohl - „Die Fassade ist komplett abgesucht worden, der Eingangsbereich wird noch für ein paar Wochen gesichert bleiben – mehr können wir im Augenblick nicht für die Sicherheit tun“, erklärt Christuskirchen-Küster Ralf Reininghaus. Am Donnerstag war ein ziemlich großer Brocken aus der Fassade herausgefallen und neben einem Fußgänger eingeschlagen.

Die Kirchengemeinde reagierte am Donnerstag unverzüglich (wir berichteten bereits). Nachdem der Passant den herabstürzenden Stein bei der Polizei gemeldet hatte, wurde der Bereich der vorderen Fassade der Christuskirche zunächst provisorisch mit Flatterband abgesichert. Der herausgefallene Stein hatte schon ein kapitale Größe, so zwei bis drei Pfund dürfte er wiegen. Die Abbruchstelle an der Fassade ist auch von unten mit bloßem Auge erkennbar.

Ganz offensichtlich war Regenwasser durch einen Riss in den Stein gelangt. Durch den Wechsel von leichtem Frost und etwas wärmerer Witterung in den vergangenen Tagen dürfte das im Wechsel frierende und tauende Wasser einen Teil des Bruchsteins herausgesprengt haben. „Das ist bei so einem alten Gebäude mit einer Natursteinfassade einfach nicht gänzlich zu vermeiden oder gar vorauszusehen“, sagt Küster Ralf Reininghaus. Vor Jahren wurde deshalb die Fassade der Christuskirche eingerüstet und alle Fugen ausgebessert.

Donnerstagnachmittag arbeitete ein unerschrockener Handwerker von seinem Hubwagen heraus bis zum Einbruch der Dunkelheit, um die Fassade nach losem Material abzusuchen. Gefunden hat er nach Aussagen von Reininghaus nur wenig: „Er hat lose Fugenteile herausgenommen, größere Schäden hat er nicht gefunden.“ Die Sache sei für den Augenblick behoben, nach menschlichem Ermessen bestehe keine akute Gefahr mehr. Reininghaus: „Wir gehen davon aus, dass jetzt nichts mehr kommt.“

In Absprache mit dem Ordnungsamt gestern wurde beschlossen, den Eingangsbereich für ein paar Wochen zur Sicherheit mit Bauzäunen abzusperren. Derzeit sei kein gutes Wetter für Maurerarbeiten, so Reininghaus. Im Frühjahr werde die ganze Fassade ausgebessert, nach derzeitiger Einschätzung reiche aber der Einsatz von Hubwagen und Fugenmörtel.

Von Volker Heyn

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