Mehr Grün-Container gefordert

WERDOHL – In der Frage der Grünabfallbeseitigung sehen die Fraktionen von CDU und WBG – wie schon in ihren Wahlprogrammen angekündigt – Handlungsbedarf. Die derzeitige Lösung mit der Abgabemöglichkeit am Bringhof des ZfA und an zwei Container-Standorten in Eveking und Ütterlingsen sei nicht ausreichend, so die Kritik. Von Rainer Kanbach

Deshalb haben beide Parteien nunmehr die Initiative ergriffen, eine Verbesserung der Entsorgungs-Situation zu erreichen. CDU und WBG schwebt – die Argumentation zusammengefasst – ein flächendeckendes Netz von Containerstandorten vor, das auch möglichst bald realisiert werden soll, weil die Vegetationsphase naht. Schon in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung erwarten beide Fraktionen eine Vorlage der Verwaltung, die als Grundlage für einen entsprechenden Beschluss dienen soll.

Man habe, so CDU und WBG, Kontakt zum Zweckverband für Abfallbeseitigung aufgenommen und als Ergebnis der Gespräche festgestellt, dass aus Sicht des ZfA „keine Bedenken gegen eine Verdichtung des Netzes der aufgestellten Abfallcontainer bestehen“. Es müsse nun nach zusätzlichen Standorten für weitere Grünabfallcontainer gesucht werden, „um damit dem Anspruch an eine bürgerfreundliche Grünabfallentsorgung tatsächlich gerecht zu werden“. Als mögliche weitere Standorte brachten die Fraktionen die Königsburg und den Bausenberg ins Gespräch.

Da vor allen Dingen von älteren Menschen beklagt werde, dass die Einfüllhöhe der vorhandenen Container zu hoch sei, sollten die Standorte auch daraufhin untersucht werden, ob durch bauliche Maßnahmen Abhilfe geschaffen werden könnte. Der ZfA nämlich sei nicht in der Lage, niedrigere Container aufzustellen. Zugleich wurde eine Vereinbarung mit dem ZfA angeregt, dass die Mitarbeiter des Bringhofes älteren Menschen beim Befüllen der Behälter behilflich sind.

Dass die momentane Situation beklagt wird, hat eine Vorgeschichte: Die Deponie für Grünabfall unterhalb des Hallenbades wurde geschlossen, nachdem der Bringhof an der Gildestraße eingerichtet worden war. Der damalige Bürgermeister Jörg Bora hatte die Aufgabe des Standortes bejubelt, weil dadurch rund 15 000 Euro Kosten pro Jahr eingespart werden könnten, so seine Sichtweise.

Das war im November 2007, aber schon im Frühling 2008 häufte sich Kritik, die schließlich dazu führte, dass zusätzliche Behälter in Eveking und Ütterlingsen aufgestellt wurden – zunächst jeweils zwei; dann gab es Nachschlag und zusätzliche Öffnungszeiten im Frühjahr und Herbst im Bringhof. Das allerdings wurde und wird immer noch nicht für ausreichend angesehen.

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