Werdohler Schützen ziehen Festbilanz

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Der erweiterte Vorstand mit Beirat des Werdohler Schützenvereins ließ das 182. Fest Revue passieren. ▪

WERDOHL ▪ „Es hat wieder Spaß gemacht“, zog Andreas Schreiber, 1. Vorsitzender des Werdohler Schützenvereins (WSV), am Donnerstagabend im Restaurant Vier Jahreszeiten sein ganz persönliches Fazit vom 182. Schützenfest. Auch Geschäftsführer Thomas Reiche zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf des Festes auf dem Goetheparkplatz am ersten Juliwochenende.

„Wir haben acht Prozent mehr Bier verkauft“, ließ sich Reiche in die Zahlen schauen. „Das bedeutet, wir haben 60 Hektorliter abgesetzt.“ Auch bei Einnahmen durch die Eintrittsgelder sei ein Zuwachs in Höhe von 6,3 Prozent zu verzeichnen gewesen. Unter dem Strich bedeutet das für den WSV einen minimalen Überschuss.

Schreiber hatte das Fest zuvor Tag für Tag Revue passieren lassen. Am Freitag zum Auftakt hätten die Caterer für den bunten Seniorennachmittag Kaffee, Besteck sowie Geschirr nicht bereit gestellt. Kurzfristig konnten die Schützen aber mit der vereinseigenen Kaffeemaschine und eigenem Geschirr und Besteck den Fauxpas abwenden und für Abhilfe sorgen.

„Die Zeltparty am Abend war ein klasse Fest“, bilanzierte Schreiber weiter. So sei die neue Cocktailbar auf Anhieb gleich richtig gut angenommen worden. Sie sei sogar so sehr umlagert gewesen, dass es an anderen Stellen des Zeltes schien, als sei dieses leerer im Vergleich zu den Vorjahren.

„Am Samstag kam die Band Die Schurken in der ersten Konzerthälfte nicht so gut an“, bedauerte Schreiber. Womöglich hätte es gut getan, wenn sie die beiden Hälften ihres Auftritts in umgekehrter Reihenfolge gespielt hätten. Zum Beginn seien unter Schützen eher Tanzmusik und später Fetenhits gefragt.

Das Königsschießen montags hätte viel Spannung bereit gehalten. Unangenehm sei – im Blick auf das komplette Schützenfest –, dass es eine Reihe von Diebstählen gegeben hätte. So seien diverse Jacken und auch die Schützenmütze von Oberst Manfred Kehr der Versetaler Schützen spurlos verschwunden.

Im Ausblick auf das kommendes Jahr, wenn das Schützenfest vom 5. bis zum 8. Juli über die Bühne gehen soll, hofft Schreiber auf Ausnahmen beim Rauchverbot. Zeigte er sich bei dieser Thematik noch zuversichtlich, sah er bei den veränderten Gema-Gebühren für Musiktitel eher schwarz: „Die Kosten könnten sich in diesem Bereich verdreifachen.“ Das sei nicht mehr zu stemmen.

Aus den Reihen der gut 30 Anwesenden wurde angeregt, über eine Veränderung der Toiletten nachzudenken. Gehbehinderte sowie Rollstuhlfahrer bräuchten ebenerdige Örtlichkeiten. Der neue Regent Peter Scheumann bedauerte: „Bei den Umzügen ist immer weniger Bevölkerung an den Straßen anzutreffen.“

Geschäftsführer Reiche kündigte schließlich für 2013 an, frühzeitig die Aufgaben für den Aufbau auf dem Goetheparkplatz an die einzelnen Kompanien zu verteilen, damit die Arbeit nicht immer auf den selben Schultern laste. Schießwart Udo Müller regte zum Schluss der 80-minütigen Versammlung an, über die Sinnhaftigkeit des Probevogelschießens nachzudenken, da dieses über stetig weniger Teilnehmer an Attraktivität verloren habe. - Michael Koll

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