Gospelkonzert in Werdohl

Ausverkaufte Christuskirche 

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300 bis 350 Besucher sorgten für eine volle Kirche. Auf den Rängen blieb kein Platz unbesetzt, was sich auch positiv auf die Stimmung des Konzerts auswirkte. Immer wieder wurden die Gäste aufgefordert, mitzusingen und trugen so zu einer besonderen Atmosphäre bei.

Werdohl - Mehr ging nicht: Rund 120 Sängerinnen und Sänger des Gospelchors der Friedenskirche in Letmathe und „Risecorn“ aus Schalksmühle füllten am Freitagabend den Chorraum der Christuskirche. Dazu kamen 300 bis 350 Besucher, sodass die Veranstalter sich über eine ausverkaufte Kirche freuen konnten.

Gospelmusik ist ein Publikumsmagnet, und entsprechend fröhlich war die Stimmung. Die beiden Chöre sangen unter der Leitung von Hubert Schmalor und Helmut Jost jeweils für sich, vieles aber auch gemeinsam. Und immer wieder waren auch die Besucher gefragt mitzusingen: Bei einer etwas abgewandelten Form des Klassikers „Kumbayah“ und beim Pausenfüller „Soon and very soon“, der immer dann erklang, wenn sich einer der Chöre auf den Weg machte. Den Impuls für kraftvolles Mitklatschen lieferte fortlaufend die schwungvolle Musik. 

Der Gospelchor Letmathe, der von Florian Bölker am E-Piano begleitet wurde, eröffnete den Abend mit Kompositionen des Oslo Gospel Choir, der sich derzeit auf Deutschlandtournee befindet: Wer die Norweger hören will, muss weit fahren – nach Essen, Wetzlar, Stuttgart oder München. Nicht Eingeweihte konnten im ersten Musikblock nach einem erheblich kürzeren Anfahrtsweg neue Kompositionen kennenlernen – Lieder des Schöpferlobs und der vertrauensvollen Anrufung des „allmächtigen“ himmlischen Vaters. „Father“ nannten die Osloer einen ruhigen Gospel, der ein wenig Besinnlichkeit in die Kirche zauberte. Doch bei „Shout the joy to the Lord“ kam sofort wieder Schwung in die Reihen. 

Erstaunliche 13 Jahre waren vergangen, seit „Risecorn“ zum für lange Zeit letzten Konzert in die Christuskirche gekommen war. Dr. Anne Hermes vom Förderkreis für Kirchenmusik und ihre Mitstreiter hörten einen sehr nachdrücklichen Dank für ihre Bemühungen um das Konzert. Die Ansage „Wir haben selten so viel Unterstützung erfahren“ galt dem Küsterehepaar Reininghaus, denn logistisch war ein Konzert mit so vielen Akteuren eine Herausforderung. „Wir werden nicht mehr 13 Jahre warten, bis wir wiederkommen“, versprach Helmut Jost, der Risecorn nicht nur vom E-Piano aus dirigierte, sondern auch selbst mit prägnanter Solo-Stimme sang und die Geschichte von der Heilung des Lahmen durch Jesus erzählte. 

Ein Plakat erinnerte an den Sinn der Wortbestandteile von Risecorn: „Aufgehen, aufstehen und auferstehen“ sowie „etwas Kleines, in dem die Kraft steckt, etwas Großes zu werden.“ Groß war auch der Chor des 2. Blocks, den beide Chöre gemeinsam bestritten: Stimmgewaltig erklangen eine Bitte um die Aussendung von Engeln: „May the Lord send angels“ und die gesungene Suche nach Frieden: „Peace shall be with you“. Nach dem vorübergehenden Abgang der Letmather Sänger pries Risecorn Himmel und Erde als Verkünder „Seiner“ Herrlichkeit und brachte erneut viel Schwung in die Christuskirche. Das Finale bestritten beide Chöre wieder gemeinsam: „Till I meet you again“ verband das Thema des Wiederkommens mit dem Versprechen eines Gebetes, dass es dazu kommt.

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