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Mehr als 4500 Anschlüsse: Glasfaser-Ausbau im Zentrum begonnen

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Von: Jona Wiechowski

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Spatenstich am Grasacker: Seit dieser Woche läuft der Glasfaserausbau in Werdohl, in dessen Rahmen rund 4660 Glasfaseranschlüsse bis ins Haus realisiert werden.
Spatenstich am Grasacker: Seit dieser Woche läuft der Glasfaserausbau in Werdohl, in dessen Rahmen rund 4660 Glasfaseranschlüsse bis ins Haus realisiert werden. © Jona Wiechowski

Der Glasfaser-Ausbau in Werdohl geht weiter. Vertreter von Telekom, Glasfaserplus und Selecta haben die Baumaßnahme jetzt in der Innenstadt zusammen mit Bürgermeister Andreas Späinghaus mit einem Spatenstich offiziell eingeläutet. In diesem Zuge werden rund 4660 Glasfaseranschlüsse bis ins Haus realisiert.

Werdohl ‒ Die ersten rund 180 Hausanschlüsse seien in diesem Rahmen schon vorbereitet worden, berichtete Marco Kramer, Leiter Team Breitband bei der Telekom. Tatsächlich ans schnelle Internet angeschlossen werden könnten die ersten Häuser im ersten Quartal kommenden Jahres. Als Ende für die Gesamtmaßnahme mit den mehr als 4600 Hausanschlüssen peilt Kramer den Spätsommer im nächsten Jahr an. Durchgeführt werden die Arbeiten durch die Firma Selecta.

Bürgermeister Andreas Späinghaus betonte, wie wichtig schnelles Internet ist und sprach das Homeoffice an, das spätestens seit Corona an Wichtigkeit gewonnen hat. „Glasfaser ist die Technologie, die die zukünftig benötigten Datenmengen transportieren kann“, erklärte er. Ein Glasfaseranschluss in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus sei genauso wichtig wie ein Anschluss an Strom, Wasser oder Gas. „Außerdem steigert er den Wert der Immobilie.“

Der Ausbau wird von GlasfaserPlus realisiert. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsunternehmen der Telekom und IFM Investors, einem australischen Fondsverwalter, der im Eigentum von Pensionskassen steht und global Pensionsgelder in Infrastrukturunternehmen anlegt. Das neue Netz überträgt Daten „stabil und zuverlässig in Gigabitgeschwindigkeit“, ist der Pressemitteilung zu entnehmen. Downloadgeschwindigkeiten von 1 Gbit/s sind ebenfalls möglich. „Alle bekannten Anwendungen können damit problemlos genutzt werden.“

Die GlasfaserPlus knüpfe ihre Ausbauzusage nicht an das Erreichen von Vermarktungsquoten, erklärte Steffanie Reichert von der Telekom. „Die Kunden müssen selbst aktiv werden und ihren Glasfaseranschluss buchen.“ Das sei in Werdohl schon gut passiert – etwa, als in den vergangenen Wochen das Telekom-Info-Mobil am Brüninghaus-Platz informiert hatte. Darüber hinaus sind aktuell Telekom-Mitarbeiter von Haus zu Haus unterwegs und informieren über den Glasfaseranschluss. Und solange der Ausbau läuft, bleibt der notwendige Hausanschluss kostenlos – sonst kostet er 800 Euro. Soll ein Haus angeschlossen werden, benötigt die GlasfaserPlus eine Genehmigung, den Anschluss herstellen zu dürfen, „weil dafür Privatgrund betreten werden muss.“ Immobilienbesitzer würden diese zu einem späteren Zeitpunkt ganz bequem im Internet erteilen können.

Gut zu wissen: Die GlasfaserPlus gehört zwar zur Telekom, vermietet das Netz aber „anbieteroffen“ – also an alle Telekommunikationsanbieter. Im Klartext: Bürger haben, die freie Wahl, bei wem sie Telefon, Internet oder Fernsehen buchen.

Bis 2028 will GlasfaserPlus vier Millionen gigabitfähige Glasfaser-Anschlüsse vor allem im ländlichen Raum bauen. Für den Ausbau in Werdohl hat die Telekom bereits angekündigt, das Netz der Glasfaser-Plus nutzen zu wollen

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