Abbrucharbeiten laufen

Mehr als 100 Jahre alte Turnhalle ist bald Geschichte (mit Video)

Von der alten Jahn-Turnhalle ist fast nur noch Schutt übrig.
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Von der alten Jahn-Turnhalle ist fast nur noch Schutt übrig.

Gut 100 Jahre ist die Turnhalle, die derzeit mitten in Werdohl abgerissen wird. Eingeweiht wurde sie im Januar 1914 als Kaiser-Wilhelm-Turnhalle. An ihrer Stelle soll schon bald ein Neubau entstehen.

Werdohl ‒ Seit fast zwei Wochen laufen die Abbrucharbeiten an der Jahn-Turnhalle zwischen Schulstraße und Mittelstraße. Schon bald soll von dem Gebäude nichts mehr übrig ist, erklärte Polier Markus Hempel. Er und drei Mitarbeiter des Neuenrader Unternehmens Ossenberg sind auf der Baustelle mit dem Abriss beschäftigt.

„Die Arbeiten sind gut und ohne Probleme angelaufen“, betonte Hempel. Zunächst waren die Mitarbeiter noch mit Vorarbeiten wie dem Ausbau der Leuchten und der asbesthaltigen Fensterbänke beschäftigt. Dann startete der eigentliche Abbruch mit schwerem Gerät.

Weniger schön sei der Aufwand, der für den Abtransport des Bauschutts betrieben werden muss, bedauerte Hempel. Wegen der vielen Baustellen in Werdohl sei zum Beispiel Firma Menshen, die einen Teil des wiederverwertbaren Schrotts abholt, gezwungen, weite Umwege fahren. Und das, obwohl sie eigentlich in der Stadt ansässig ist. „Auch von unseren Baufahrzeugen sind nicht alle klein genug, um unter den Brücken hindurchzukommen“, sagte Hempel. „Die Situation mit den Baustellen, macht den Abriss aufwendiger.“

106 Jahre ist die Jahnturnhalle alt geworden. Den 107. Geburtstag im Januar wird sie aber nicht erleben: Schon Ende 2016 hatte der Stadtrat beschlossen, sie aufzugeben. Die Unterhaltskosten für das Gebäude waren zu hoch. Seit Februar 2017 ist die Halle stillgelegt.

Zwei Jahre später, also im Februar letzten Jahres, verkaufte die Stadt das Grundstück an die Evangelische Frauenhilfe in Westfalen, die nach einem geeigneten Bauplatz suchte, um in Werdohl ein neues freiwilliges Wohnungs- und Unterstützungsangebot für Menschen mit psychischen Behinderungen zu schaffen.

Der Neubau auf dem Grundstück der Turnhalle soll das Haus Wegwende am Haselweg ersetzen, das nicht mehr den notwendigen Anforderungen entspricht. Mit kurzen Wegen ins Zentrum und zur Stadtklinik ist der neue Bauplatz gut für dieses Vorhaben geeignet.

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