„Medizinischer Kaffeeklatsch“ kommt an

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Dr. Norbert Pittlik erläutert anhand eines Skeletts, wie sich Belastungen auf die Bandscheibe und die Wirbelkörper auswirken. Der Vortrag des Direktors der Chirurgischen Klinik stieß auf überwältigendes Interesse.

WERDOHL ▪ Ausschließlich am guten Kaffee, der in der Stadtklinik Werdohl serviert wird, kann es nicht gelegen haben, dass die Sitzgelegenheiten am Dienstagnachmittag im Mehrzweckraum des Seniorenzentrums Werdohl nicht ausreichten, um allen am Vortrag von Dr. med. Norbert Pittlik interessierten Zuhörern Platz zu bieten.

Rund 100 Besucher waren der Einladung des Klinikdirektors der Chirurgie gefolgt und verfolgten gespannt seinen Vortrag. Thema waren die Diagnose- und Therapiemöglichkeiten bei Erkrankungen der Bandscheibe, der Wirbelgelenke und der osteoporosebedingten Wirbelkörperbrüchen – das Tagesgeschäft des Mediziners.

„Medizinischer Kaffeeklatsch“ titelte Dr. Pittlik und nahm damit Bezug auf die zeitliche Vorverlegung. Es habe sich gezeigt, dass die abendlichen Vorträge für viele Interessierte zu spät angesetzt waren. Also lud die Klinik nun bei Kaffee zum Informationsaustausch ein – mit überwältigendem Erfolg.

Dr. med. Norbert Pittlik ging bei seinem Vortrag unter anderem auf die Entwicklung der Gesellschaft ein, die immer älter werde und heutzutage mit Krankheiten zu kämpfen hätte, die vor zehn oder 20 Jahren in der Behandlungsstatistik kaum auftauchten. Allein in Deutschland würden rund 100 000 Menschen im Jahr eine osteoporosebedingte Fraktur erleiden; Tendenz steigend. Einer Schätzung zufolge würden rund sechs Millionen Menschen in Deutschland Osteoporose aufweisen, bei drei Millionen sei der Verlust an Knochensubstanz bereits diagnostiziert worden.

Allein die Tatsache, dass die Internet-Suchmaschine Google bei der Suche nach dem Wort Osteoporose mehr als fünf Millionen Treffer auflistet, zeigt, wie groß das Interesse an Informationen ist.

Erkrankungen an der Wirbelsäule seien heute weiter verbreitet als jemals zuvor. Die Menschen werden immer älter, hinzu kämen Risikofaktoren wie das Rauchen, falsche Ernährung und zu wenig Bewegung. Dr. Pittlik stellte die Gründe und Folgen aber auch moderne Behandlungsmethoden vor.

Der Kaffeeklatsch am Dienstag war der Start zu einer Vortragsreihe der chirurgischen Klinik.

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