Kassenplus: Positives Fazit fürs Werdohler Schützenfest 2017

+
Oberst Andreas Schreiber (Mitte) ist insgesamt sehr zufrieden mit dem Schützenfest 2017. Geschäftsführer Thomas Reiche (rechts) verkündete nicht nur eine schwarze Null, sondern auch ein Plus in der Kasse.

Werdohl - Die Abrechnung ist noch nicht komplett, doch Thomas Reiche kann jetzt schon verkünden, dass beim Werdohler Schützenfest mehr als eine schwarze Null übrig geblieben ist.

„Vielleicht kommen wir sogar auf ein vierstelliges Plus!“ teilte der Geschäftsführer des Schützenvereins bei der „Meckersitzung“ des erweiterten Vorstands mit. 

Und das sogar trotz des erhöhten Aufwands zur Terrorabwehr. Auch das Fazit des Vorsitzenden Andreas Schreiber fällt positiv aus: „Wir hatten mehr Highlights als erwartet!“ Wetter, Gästeaufkommen, Stimmung und Verzehr hätten gestimmt. In seiner Einzelkritik kam jeder Festtag anders weg. Der Freitag sei ohne den Seniorennachmittag einfacher zu händeln gewesen, den Versetalern als Hauptkapelle will Schreiber im kommenden Jahr mehr Unterstützung zukommen lassen. 

Headliner Radspitz lockte im Laufe des Abends noch so viele Besucher ins Zelt, dass es stellenweise eng wurde. „Da haben Vorverkauf und Abendkasse ganz andere Zahlen gesprochen. Bis spät in die Nacht sind noch zahlreiche Gäste dazugekommen!“ freute sich Schreiber. Für den Samstag schreibt sich der Verein fürs nächste Jahr ein paar organisatorische Änderungen auf den Merkzettel. In diesem Jahr hatten sich die Zeitpläne im Ablauf so verschoben, dass das Protokoll nicht gut einzuhalten war.

Die Vorstands- und Beiratsmitglieder bemängelten in erster Linie organisatorische Kleinigkeiten, die durch verbesserte Planung leicht behoben werden können.

Der nicht besetzte Thron beim Kommers war negativ aufgefallen und die Helfer an den Absperrungen hatten bedingt durch die Ehrenrunde lange Wartezeiten zu überbrücken. „Außerdem müssen wir die Kuchenauswahl ein bisschen gemischter gestalten im nächsten Jahr“, merkte Schreiber in seiner Manöverkritik an. Als besonders festlich wurde der Große Zapfenstreich am Samstagabend empfunden und auch die Musikauswahl für den Sonntag wurde als gelungen angesehen: „Die Iserlohner Stadtmusikanten waren ein Glücksgriff!“ freute sich der Oberst, der die Gruppe 2018 gern wieder empfangen möchte. Der Festumzug wurde als imposant und publikumswirksam bewertet. 

Der Kindertanz als Neuerung war gut angenommen worden und sollte nach Möglichkeit im Programm etabliert werden. Als verbesserungswürdig wurde die Resonanz beim Frühschoppen vermerkt und auch zum Suppefassen könnten sich ein paar Schützen mehr einfinden. Am Montag waren zur Abholung der Majestäten aber wieder alle auf den Beinen. Nach der gelungenen Zeltparty fand ein stimmungsvoller und würdiger Ausklang statt. „Die Kirmes wird immer schlechter“ Die Kirmes kam in Schreibers Fazit nicht gut weg. „Sie wird immer schlechter und wir müssen was dafür tun, dass dort bessere Angebote geschaffen werden.“ 

Auch mit dem Vermieter der Toilettenanlage muss über weitere Pipiboxen verhandelt werden im nächsten Jahr. Am Außen-Bierpavillon wird man ab 2018 auf Plastikbecher zurückgreifen müssen, da es dort zu viel Glasbruch gekommen sei. Ein kaum zu vermeidendes Problem sei der Platzmangel im Zelt zwischen den Sitzreihen gewesen: Die wurden als beengt empfunden, teilten Teilnehmer der Meckersitzung mit, was dem Umstand geschuldet ist, dass diesmal 125 Quadratmeter Stellfläche im Zelt gefehlt haben. Angemerkt wurden vom erweiterten Vorstand und Beirat in erster Linie organisatorische Feinheiten, an denen gefeilt werden kann. 

Das Fest wurde als durchweg gelungen empfunden. 2018 fällt es mit der Fußball-Weltmeisterschaft zusammen. „Unsere Interessen könnten mit einem Achtelfinale kollidieren“, so Schreiber. „Die Fifa nimmt aber da keine Rücksicht auf uns...“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare