Die Auswirkungen der Pandemie

„Masterplanung 2040“: Werdohler müssen sich gedulden

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Eine Aufwertung der Lennepromenade, hier der Bereich um die Paul-Seuthe-Terrasse, wünschen sich viele Werdohler.

Werdohl – Die Corona-Pandemie hat auch Auswirkungen auf die Ausarbeitung des Konzeptes „Masterplanung 2040“, das der städtebaulichen Entwicklung für die kommenden Jahre eine Leitlinie und einen Handlungsrahmen geben soll.

Sollte das Konzept eigentlich bis Ende dieses Jahres oder spätestens Anfang 2021 stehen, wird dieser Zeitraum nun nicht mehr zu halten sein. Und auch die für den 26. August geplante „Dialogwerkstatt – Richtungsweiser und Ziele“ kann nicht stattfinden. Hier hätten eigentlich die Werdohler ihre Ideen und Vorschläge einbringen sollen. 

Nachdem bereits die für Ende Juli geplante Bürgerbefragung auf dem Bahnhofsvorplatz und dem Wochenmarkt coronabedingt abgesagt werden musste, findet aufgrund der wieder steigenenden Corona-Fallzahlen auch die „Dialogwerkstatt“ nicht statt, wie die Stadtverwaltung jetzt mitteilte. 

Bürgerbefragung soll nachgeholt werden

Komplett auf eine weitere Phase der Bürgerbeteiligung verzichten wollen die Stadt und das Kölner Büro Jung Stadtkonzepte, das die „Masterplanung 2024“ im Auftrag der Stadt Werdohl erstellt, allerdings nicht. Deshalb soll im Oktober zumindest die ausgefallene Bürgerbefragung nachgeholt werden. Geplant ist dies für Donnerstag, 8. Oktober. Dann werden die Verantwortlichen mit einem Stand von 10 bis 13 Uhr zunächst auf dem Wochenmarkt vertreten sein und sich anschließend zwischen 15 und 18.30 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz postieren. „Alle Werdohler sind eingeladen, sich an dieser Aktion zu beteiligen“, sagt Meike Majewski von der Stadt Werdohl. 

Bis dahin soll nach der bereits erfolgten Analyse des Ist-Zustandes auch die erste Phase der Bürgerbeteiligung durch das Team des Stadtentwicklungskonzeptes ausgewertet und in die Entwicklungsstrategie für Werdohl eingeflossen sein. Zur Erinnerung: Anfang April wurden alle Werdohler schriftlich eingeladen, sich online auf einer Ideenkarte, per E-Mail oder postalisch auf einer dafür entworfenen Postkarte zu beteiligen und Vorschläge sowie Ideen zur Stadtentwicklung einzureichen. 

Viele Werdohler haben sich beteiligt

„Das ist wirklich gut gelaufen. Vor allem die interaktive Ideenkarte ist viel genutzt worden“, sagte Majewski, die sich aber auch mit der Rückläuferquote bei den Postkarten zufrieden zeigte. Themen die den Werdohlern unter den Nägeln brennen seien unter anderem die Aufwertung bestehender Grünstrukturen und hier speziell der Lennepromenade, aber auch die Lückenschlüsse im bestehenden Radwegenetz. Zudem natürlich auch eine mögliche Folgenutzung des seit Mitte des Jahres leer stehenden WK-Warenhauses am Brüninghaus-Platz. 

„Um die Zukunft der Stadt nachhaltig und lebenswert zu gestalten, werden nun die einzelnen Ideen und Analysen im Stadtentwicklungskonzept zu zielgerichteten Strategien geformt. Das Konzept wird dabei kurz, mittel- und langfristig umsetzbare Projekte und Maßnahmen benennen und so auch den Zugang zu Fördermitteln erleichtern“, erklärt Majewski. 

Ideen sind im Oktober wieder gefragt

Werdohler, die sich bei diesem Prozess noch einmal mit Vorschlägen und Ideen einbringen möchten, können dies dann am 8. Oktober tun. Einträge auf der interaktiven Ideenkarte im Internet sind nicht mehr möglich. Alle Vorschläge sind online unter www.masterplanungwerdohl2040.de/ideenkarte aber weiterhin nachzulesen.

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