Bald Unterricht ohne Maske

Maskenpflicht in Schulen fällt am 2. November: Das sagen Schulleiter zur Entscheidung

Im Unterricht hat die Maske bald ausgedient: Ab dem 2. November sollen Schüler in NRW keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen müssen.
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Im Unterricht hat die Maske bald ausgedient: Ab dem 2. November sollen Schüler in NRW keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen müssen.

Viele Kinder und Jugendlichen werden sich über die Ankündigung von NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer freuen: Ab Dienstag, 2. November, müssen sie während des Unterrichts keine Maske mehr tragen, solange sie auf ihrem Platz sitzen.

Die Werdohler Schulleiter können diese Freude verstehen, sind aber zwiegespalten.

Das Ministeriums für Schule und Bildung erläutert, gerade in Nordrhein-Westfalen sei eine stetige Zunahme der Impfquote bei den Schülern festzustellen. Für Lehrkräfte und das sonstige schulische Personal gelte das ohnehin. Vor dem Hintergrund dieser positiven Entwicklung und unter Berücksichtigung des weiteren Infektionsgeschehens soll die Maskenpflicht mit Beginn der zweiten Woche nach den Herbstferien abgeschafft werden. Nur beim Gang durch die Schulgebäude ist die Maske dann noch Pflicht. Auf dem Schulhof können die Kinder und Jugendlichen schon länger auf den Mund-Nasen-Schutz verzichten.

Unterricht mit Maske „sehr anstrengend“

„Die Maske führt zu vielen Verständnisproblemen. Viele Kinder sprechen damit sehr leise und schüchtern“, stellt Michael Stemski fest. Es sei ein großer Vorteil, wieder normaler miteinander kommunizieren zu können. Das höre er auch immer wieder aus dem Kollegium. „Wir müssen mitunter sehr laut kommunizieren. Auch für uns ist der Unterricht mit Maske sehr anstrengend.“

Dennoch äußert der Konrektor der Realschule Bedenken. „Ich hätte mir gewünscht, dass wir zumindest bis Mitte oder Ende November mit diesem Schritt waren“, sagt Stemski – und verweist auf mögliche Auslandsurlaube während der Ferien. „Das könnte wieder ein erhöhtes Infektionsrisiko mit sich bringen.“ Andererseits habe es an der Realschule schon seit Wochen keine positive Testung mehr gegeben. Deshalb hoffe er, dass es ab November nicht wieder zu einem Anstieg der Infektionen in den Schulen komme.

Fünf positive Ergebnisse seit Schuljahresbeginn

Das wünscht sich auch Nina Manns, Schulleiterin der städtischen Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Werdohl. „Allerdings hatten wir nach vier Wochen jetzt wieder einen positiven Test im Pool“, bedauert sie. Die Ergebnisse der Einzel-PCR-Tests für die Schüler stünden noch aus. Manns spricht vom fünften positiven Testergebnis seit dem Ende der Sommerferien. „Das sind nicht gerade wenige Fälle“, stellt sie fest.

Andererseits wisse sie, dass das Ende der Maskenpflicht für die Mädchen und Jungen eine große Erleichterung bedeute: „Ich freue mich wirklich für die Kinder, wenn sie keine Maske mehr tragen müssen“, unterstreicht Manns. Sie fragt sich allerdings, ob die Quarantäneregeln möglicherweise wieder verschärft würden, wenn die Maskenpflicht im Unterricht aufgehoben wird. „Wenn dann wieder mehr Kinder in Quarantäne müssen, und wieder mehr Schulstoff verpasst wird, ist das sicher nicht hilfreich.“ Auch für die Eltern der betroffenen Kinder sei die Quarantänezeit eine große Belastung. „Das haben wir immer wieder erlebt“, erklärt die Schulleiterin.

Regelmäßige Testungen bleiben bestehen

Die regelmäßigen Testungen in den Schulen dagegen sollen zunächst bis zu den Weihnachtsferien fortgesetzt werden. Zum Unterrichtsbeginn nach den Herbstferien, am 25. Oktober, würden alle Schüler getestet, die nicht geimpft oder genesen sind, so die Ankündigung des Ministeriums. Auch am 2. November, zum Ende der Maskenpflicht im Unterricht, sollen alle Schüler auf eine Corona-Infektion getestet werden.

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