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Martinszüge: Gute Chancen trotz Corona

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Von: Volker Griese

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Etwa 300 Kinder haben vor zwei Jahren an dem vom Stadtelternrat organisierten Martinszug entlang der Lenne teilgenommen. Nach der Corona-Pause soll der Umzug in diesem Jahr wieder stattfinden.
Etwa 300 Kinder haben vor zwei Jahren an dem vom Stadtelternrat organisierten Martinszug entlang der Lenne teilgenommen. Nach der Corona-Pause soll der Umzug in diesem Jahr wieder stattfinden. © Michels, Andrea

Wegen der Kontaktbeschränkungen während der Corona-Pandemie sind im vergangenen Jahr sämtliche Martins- und Laternenumzüge in Werdohl ausgefallen. Das könnte 2021 anders werden

Ganz ausgestanden ist die Pandemie noch immer nicht, aber die Umzüge werden in diesem Jahr wohl wieder stattfinden. Jedenfalls die meisten.

Das Laternenbasteln kann beginnen. Stefanie Starbatty vom Stadtelternrat geht jedenfalls davon aus, dass der große Martinszug durch die Innenstadt in diesem Jahr wieder stattfinden kann. Starbatty hatte den Umzug vor drei Jahren kurzfristig in Eigeninitiative realisiert, nachdem das Stadtmarketing die Veranstaltung abgesagt hatte. 2019 realisierte sie den Martinszug dann mit Unterstützung des Stadtelternrates. Erst vor ein paar Tagen habe sie die Planungen für den diesjährigen Umzug aufgenommen, sagte Starbatty am Mittwoch auf Nachfrage. Vieles sei deshalb noch zu klären, vor allem, unter welchen Auflagen der Laternengang stattfinden dürfe. Auch einen Termin gebe es noch nicht, sagte Starbatty, obwohl sie den 13. November favorisiere. „Das ist ein Samstag, dann haben wohl die meisten Leute Zeit“, begründete sie.

Über die Lennepromenade zum Brüninghaus-Platz

Nach ihrer Vorstellung sollten die Kinder mit ihren Laternen dann wieder über die Lennepromenade und zum Abschluss auf den Brüninghaus-Platz gehen, wo die Martinslegende vorgetragen werden soll. „Ich werde alles daran setzen, dass der Umzug in diesem Jahr wieder stattfinden kann“, versprach Starbatty.

Keinen Martinszug wird dagegen das katholische Familienzentrum St. Michael veranstalten – jedenfalls wird er nicht öffentlich und nur im kleinsten Rahmen stattfinden. Die Einrichtung wird nur einen kleinen Umzug durch die benachbarte katholische Kirche unternehmen, nur mit den Kindern, ohne die Eltern. Deshalb nehmen die Kinder in der Zeit vor St. Martin einen Bastelsatz mit nach Hause, mit dem sie zusammen mit ihren Eltern Laternen anfertigen können.

Evangelische Kitas planen Umzüge

Die beiden evangelischen Kindertagesstätten in Werdohl, Arche Noah an der Waldstraße und Sternschnuppe am Erlhager Weg, planen hingegen Martinszüge. Der genaue Ablauf stehe zwar noch nicht fest, sagte Melanie Ehlert von der Kita Arche Noah, aber der Umzug ihrer Einrichtung werde am 11. November, derjenige der Kita Sternschnuppe einen Tag später wie gewohnt auf dem Hof Hurst starten. Vielleicht dürften neben den Kindern nur deren Eltern teilnehmen, und ob es neben „diesem Mal verpackten“ Brezeln auch Bratwürstchen geben könne, sei auch noch offen. Das hänge auch von den auf dem Hof Hurst geltenden Corona-Auflagen ab, erklärte Ehlert.

Wie entwickelt sich die Pandemie nach den Ferien?

Bei der städtischen Kita Gernegroß geht die Tendenz in Richtung Durchführung: „Wir gehen jetzt in die Planung und würden gerne einen Martinsumzug mit den Eltern durchführen“, sagte Leiterin Birgit Nörthemann. Überlegungen, wie er zu organisieren ist, würden jedenfalls schon angestellt, allerdings müsse wohl noch abgewartet werden, wie sich die Pandemie nach den Herbstferien entwickele. Die Entscheidung werde wohl in der nächsten Woche fallen, erwartet Nöthemann.

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