Stadtmarketing Werdohl sagt zentralen Martinszumzug ab

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Dirk Middendorf, stellvertretender Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Marketing-GmbH, nahm gern an früheren Martinsumzügen teil. Die Marketing-Gesellschaft wird den Zug nicht mehr organisieren.

Werdohl - Die Stadtmarketing-Gesellschaft hat am Mittwoch  mitgeteilt, dass der jährlich am Freitag vor St. Martin stattfindende Umzug durch die Stadt nicht mehr angeboten wird. Die Entscheidung, die stets gut besuchte Traditionsveranstaltung auf Dauer abzusagen, sei der Gesellschaft nicht leicht gefallen und sei durchaus strittig gewesen.

Schon im laufenden Jahr seien Gespräche mit Kindergärten und Grundschulen geführt worden. Die Einrichtungen seien mit dem Thema vertraut und nicht überrascht, dass der Zug durch die Stadt nicht stattfinde. Die Absage eine Woche vorher sei an die Teilnehmer gerichtet: Die Eltern würden ja ohnehin erst sehr kurzfristig über eine Teilnahme entscheiden. 

Dennoch kommt die Absage überraschend. Die Stadtmarketing-Gesellschaft richte sich im Moment neu aus und definiere ihre Ziele und Arbeitsweisen neu, so Wöste.

Das Konzept zur Verbesserung der Freizeit- und Lebensqualität liege vor. Daraus ergäben sich in Zukunft neue Aufgaben für das Stadtmarketing. Für diese zukünftigen Angebote müssten die Kapazitäten beisammen gehalten werden. 

Die Organisation des Martinsumzuges sei doch recht aufwändig, schließlich erfordere sie ein eigenes Sicherheitskonzept. Jahr für Jahr wurden bis zu 400 Brezeln umgesetzt, der Zuspruch aus der Bevölkerung war wetterabhängig stets sehr gut. 

„Wir werden uns konzeptionell etwas anders ausrichten“, sagte Ingo Wöste. Die Einrichtungen wollten die Veranstaltung nicht übernehmen, sondern bei ihren eigenen Angeboten bleiben. Katholische Einrichtungen feiern ein Fest zu Ehren des Heiligen Martins, evangelische und städtische Einrichtungen veranstalten Laternenumzüge.

„Wir wollten auch nicht zu einer Konkurrenzveranstaltung zu den bestehenden Umzügen werden“, argumentierte Wöste. Über die Aufgabe der Veranstaltung sei in der Gesellschaft lange und kontrovers diskutiert worden. „Schweren Herzens“ habe man sich entschlossen, das bislang gut angenommene Angebot aufzugeben. Jetzt wolle man sich neuen Dingen öffnen.

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