Anlage in Elverlingsen

Mark-E legt Fahrplan vor: So geht es mit dem stillgelegten Kraftwerk weiter

Mark-E als Betreiber der Kraftwerksanlagen in Elverlingsen wird einen großen Teil der Flächen für die eigene Nutzung behalten. Die Trennlinie zum zukünftigen Gewerbegebiet liegt genau zwischen den beiden großen Gebäudekomplexen im Vordergrund.
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Mark-E als Betreiber der Kraftwerksanlagen in Elverlingsen wird einen großen Teil der Flächen für die eigene Nutzung behalten. Die Trennlinie zum zukünftigen Gewerbegebiet liegt genau zwischen den beiden großen Gebäudekomplexen im Vordergrund.

Verantwortliche der Mark-E haben am Dienstag die Werdohler Verwaltung und die Politik über den Stand der Dinge beim zukünftigen Gewerbegebiet Elverlingsen informiert.

Wichtigste Neuigkeit aus dieser nicht-öffentlichen Runde: Im laufenden Bieterverfahren haben sich mehrere Interessenten gemeldet, ein konkreter Abschluss eines Kaufvertrages ist für Anfang des kommenden Jahres geplant.

Mark-E gehört zur Enervie und ist Betreiber der Anlagen in Elverlingsen. Das Unternehmen hatte vor Jahren aus wirtschaftlichen Gründen das Kohlekraftwerk stilllegen müssen, seitdem wird nach einer Lösung für den Standort gesucht. Die Idee, das Gelände mit den Steinkohleanlagen und die erst in diesem Jahr abgerissene Siedlung zu einem Werdohler Gewerbegebiet zu entwickeln, wird seit etwa einem Jahr konkret verfolgt.

Nicht-öffentliches Treffen auf dem Gelände

Vor allem wegen der Corona-Pandemie war es bislang nicht gelungen, dass Mark-E einen Werdohler Ratsausschuss über die Unternehmenspläne informierte. Enervie-Sprecher Andreas Köster berichtete am Mittwoch gegenüber unserer Redaktion, dass es am Dienstag ein nicht-öffentliches Treffen auf dem Kraftwerksgelände gegeben habe. Eingeladen waren die Spitzen der Werdohler Verwaltung und der Kommunalpolitik. Inklusive des Unternehmenssprechers waren es etwa 25 Personen. Köster teilte mit, dass eine Delegation unter Vorsitz von Werdohls Bürgermeister Andreas Späinghaus in Elverlingsen von Markus F. Schmidt, dem Chief Development Officer (CDO) sowie weiteren Projektverantwortlichen der Mark-E begrüßt worden sei.

Die blaue Fläche wird weiter von Mark-E genutzt, die grüne Fläche wird ein Investor übernehmen.

Die wesentlichen veröffentlichten Informationen des Treffens teilt das Unternehmen schriftlich mit. Demnach will Mark-E von der insgesamt rund 42 Hektar großen Fläche zukünftig etwa 20 Hektar im südlichen Bereich des Areals zur Verfügung stellen. Hiervon seien wiederum rund 15 Hektar für eine Nachnutzung geeignet. Der übrige Bereich werde weiterhin unter anderem für den Betrieb der Wirbelschichtfeuerungsanlage (WFA) gemeinsam mit dem Ruhrverband, der Gasturbinenanlagen, der Phosphorgewinnungsanlage von Remondis, der Batteriespeicher von Renault und Daimler sowie des Umspannwerks der Enervie Netzgesellschaft benötigt.

Projektentwickler soll sich um Abriss und Neuentwicklung kümmern

Für die zu vermarktenden Grundstücke soll ein Projektentwickler gefunden werden, der sich im besten Fall sowohl um den Abriss des ehemaligen Kohlekraftwerksbereiches als auch um die Neuentwicklung – dies beinhaltet Konzeption, Erschließung, Vermarktung – des Standortes kümmert. Ziel ist dabei eine spätere Nutzung als Industrie- und Gewerbefläche.

Ein Blick vom Kühlturm auf die ehemalige Siedlungsfläche Elverlingsen zeigt nur noch die früheren Straßen. Das Gelände ist entwidmet, alle Häuser sind abgerissen und grün überwuchert.

Die hierzu notwendigen infrastrukturellen Maßnahmen seitens Mark-E seien weitgehend abgeschlossen, schreibt Köster. Bekanntermaßen wurde die ehemalige Siedlung Elverlingsen zwischen Ende 2020 und Frühjahr 2021 abgerissen. Auch wesentliche Arbeiten im Kraftwerksbereich wie die Entkernung des Einlaufbauwerkes und der teilweise Rückbau der Kohletransporteinrichtungen seien bereits durchgeführt worden. Derzeit laufe unter anderem die technische Trennung von Versorgungsleitungen, die Mark-E spricht hier von einer Entflechtung.

Interessenten sehen sich Gelände an

In einem Bieterverfahren hatten sich nach Angaben von Mark-E mehrere Interessenten das Gelände angesehen.

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