Maren Mähler: eine junge Frau mit „Benzin im Blut“

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Blumen für die Super-Auszubildende: Kaltenbach-Geschäftsführer Marcel Henseler (links) und Ausbildungsleiter Wolfgang Föth (rechts) gratulierten Maren Mähler zum Kammersieg bei den Automobilkaufleuten.

Werdohl - Beim BMW-Autohaus Kaltenbach hat erneut eine junge Frau sehr erfolgreich ihre Berufsausbildung beendet. Die Werdohlerin Maren Mähler ist sogar Kammersiegerin geworden. Dabei wollte sie eigentlich einen anderen Beruf lernen.

Sie stammt aus einer Werdohler Bäckerfamilie, hat selbst aber „Benzin im Blut“. Für Maren Mähler stand deshalb schon relativ früh fest, dass sie beruflich mit Autos zu tun haben wollte. Der Wunsch ist für die 22-Jährige in Erfüllung gegangen, wenn auch mit einem kleinen Umweg zu einem etwas anderen Ziel. 

Nach dem Schulabschluss an der Werdohler Realschule hat Maren Mähler zunächst am Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg in Altena ihr Fachabitur im Bereich Wirtschaft abgelegt. Eigentlich hatte sie nach der Schule eine Ausbildung zur Kraftfahrzeug-Mechatronikerin machen wollen, berichtet sie. Von diesem Job in der manchmal etwas ruppigen Männerwelt sei ihr aber abgeraten worden. Stattdessen begann die junge Frau vor nunmehr dreieinhalb Jahren in der Kaltenbach-Niederlassung Arnsberg eine Ausbildung zur Automobilkauffrau. Schwerpunkte ihrer Ausbildung waren die Abwicklung von Reparaturaufträgen von der Annahme bis zum Abschluss und der Teilvertrieb. Eigentlich gehört auch der Autoverkauf zum Aufgabengebiet einer Automobilkaufffrau. „Das ist aber nicht so mein Ding“, gibt Mähler zu. 

Von Arnsberg nach Werdohl gewechselt

Dafür gab sie in den anderen Bereichen des Jobs eine sehr gute Figur ab. Nachdem sie nach der Hälfte der Ausbildungszeit von Arnsberg nach Werdohl gewechselt war, legte sie im August vergangenen Jahres ihre Prüfung ab. Auf dem Prüfungszeugnis stand die Gesamtnote „gut“, damit war sie bereits in der engeren Auswahl zur Kammersiegerin. Und diese schöne Nachricht kam dann einen Monat später per Post: Im Bereich der Handwerkskammer Südwestfalen gab es keine bessere Auszubildende zur Automobilkauffrau. 

Damit hatte sich Maren Mähler auch für den Landeswettbewerb qualifiziert, der im Oktober in Bielefeld stattfinden sollte. „Da war ich schon sehr aufgeregt“, gibt die junge Frau rückblickend zu. Wohl auch deshalb reichte es in Ostwestfalen nicht für einen Platz auf dem „Treppchen“. Doch das Thema der schriftlichen Prüfung („Leasing und Finanzierung“) lag ihr nicht besonders. Im mündlichen Prüfungsteil wurde zwar der Servicebereich abgefragt, der zu Maren Mählers Stärken zählt, allerdings verhinderte dann ihre Aufregung ein besseres Gesamtergebnis. „Ich war aber unter den besten sechs Teilnehmern“, blickt Mähler durchaus stolz zurück. 

Kaltenbach von Mählers Qualitäten überzeugt

Ihr Ausbildungsbetrieb, die Kaltenbach-Gruppe, die vom Märkischen Kreis über den im Hochsauerlandkreis und den Oberbergischen Kreis bis ins Rheinland immerhin 22 Autohäuser betreibt, war zu diesem Zeitpunkt aber schon längst von den Qualitäten der jungen Frau aus Werdohl überzeugt. „Sie hat sich vom ersten Tag an gut eingebracht und passt sehr gut in unser Team“, sagt beispielsweise Marcel Henseler, Geschäftsführer der Kaltenbach-Niederlassung an der Gildestraße in Werdohl. Die fast logische Folge war, dass Maren Mähler auch nach ihrer Ausbildung weiter bei Kaltenbach arbeiten darf. Als Service-Assistentin ist sie nun oftmals erste Ansprechpartnerin für Kunden des Autohauses. Und mit ihrem entwaffnenden Lächeln kann sie auch so manchen Konflikt schnell lösen. 

Maren Mähler ist übrigens innerhalb kurzer Zeit bereits die zweite sehr erfolgreiche weibliche Auszubildende beim Werdohler BMW-Autohaus. Die Kraftfahrzeug-Mechatronikerin Anna Rhode hatte ihre Prüfung im vergangenen Sommer als Zweitbeste der Innung abgeschlossen. Auch sie arbeitet noch im Unternehmen Kaltenbach und hat sich mittlerweile auf Elektrofahrzeuge spezialisiert. 

Gute Berufschancen für Frauen

Für Wolfgang Föth, zuständig für die Ausbildung in der Kaltenbach-Gruppe, steht auch deshalb außer Frage, dass Frauen in der Autobranche gute Berufschancen haben. „Wir geben immer wieder gerne auch jungen Frauen eine Chance“, betont er. Die Erfahrungen seien schließlich gut.

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