Manfred Theile begrüßt Rauchmelderpflicht

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Manfred Theile begrüßt die Pläne der Landesregierung zur Rauchmelderpflicht. ▪

WERDOHL ▪ „Die Installation von Rauchmeldern soll nach dem Willen der Landesregierung in Neubauten demnächst verpflichtend sein. „Das kann ich nur begrüßen“, zeigt sich Stadtbrandinspektor Manfred Theile erfreut. Allerdings: Am liebsten wäre es dem Chef der Werdohler Feuerwehr, wenn die Geräte flächendeckend in jedem Haushalt zu finden wären.

„Jeder muss sich überlegen, was ihm sein Leben wert ist“, rät Theile dringend zur Anschaffung von Rauchmeldern. Denn: „Wenn man nachts vom Rauchgas überrascht wird, dann geht der Schlaf nahtlos in eine Bewusstlosigkeit über“, warnt der Stadtbrandinspektor. Gerade in diesen Fällen entpuppten sich Rauchmelder immer wieder als Lebensretter. Doch auch, wenn sich niemand in der Wohnung aufhält, könne ein Brandmelder gute Dienste leisten. „Wenn die Nachbarn den Alarm hören und frühzeitig die Feuerwehr verständigen, kann die Schadenshöhe meistens deutlich begrenzt werden“, stellt Theile fest.

Außer in sehr kleinen Apartments reiche aber ein einzelnes Gerät normalerweise nicht aus. „Rauchmelder sollten auf jeden Fall im Schlafbereich und im Kinderzimmer vorhanden sein“, erklärt der Stadtbrandinspektor. Wie viele Geräte installiert werden sollten, hänge von der Größe der Wohnung oder des Hauses aber. Küche und Badezimmer seien allerdings bedingt durch Kochdunst und Wasserdampf keine geeigneten Installationsorte. Theile: „Hier kann es häufiger zu Fehlalarmen kommen.“

Wichtig sei zudem die Wartung der Rauchmelder. „Normalerweise kündigt das Gerät den erforderlichen Batteriewechsel durch einen Piepton an“, weiß Theile. Auf jeden Fall sei es sinnvoll, hin und wieder die entsprechende Taste zu drücken, um so einen Funktionstest durchzuführen. Wer mehrere Rauchmelder installieren möchte, der könne auf Funktechnik zurückgreifen. „Wenn dann ein Gerät Alarm auslöst, wird der an alle anderen Rauchmelder in der Wohnung weitergeleitet.“

Wie viele Haushalte in Werdohl aktuell noch ohne die elektronischen Lebensretter auskommen, kann Theile nicht beziffern. „Allerdings ist der Bekanntheitsgrad in den letzten Jahren gestiegen. Wenn man heute in Kindergärten und Schulen das Thema Rauchmelder anspricht, können die meisten Kinder damit etwas anfangen.“ ▪ von Carla Witt

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