200 Mahlzeiten zum Ende des Fastenmonats

Tagsüber wurde gefastet, erst nach Sonnenuntergang durften die Muslime wieder essen und trinken. In der Ditib-Gemeinde wurden dafür rund 200 Mahlzeiten vorbereitet.

WERDOHL ▪ Mit dem heutigen Tag endet für die Muslime in Deutschland der Fastenmonat Ramadan. Seit dem 1. August haben auch die Mitglieder der türkisch-islamischen Ditib-Gemeinde in Werdohl zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang nicht gegessen und getrunken. Am Wochenende bot die Gemeinde noch einmal die Möglichkeit zum gemeinsamen Essen am Abend an der Eyüp-Sultan-Moschee.

Dieses Angebot hatte die Gemeinde auch an den Wochenenden zuvor gemacht – und zahlreiche Gläubige waren der Einladung gefolgt und hatten das tägliche Fasten beim gemeinsamen Essen gebrochen. Jeweils mit einem Team aus acht Frauen und einem gelernten Koch aus der Gemeinde wurde das Essen vorbereitet. „In der Regel gab es eine Suppe, einen Hauptgang, Salat, Obst und eine Süßspeise“, verrät Gülsüm Özdogru aus dem Team der Köchinnen. Der Koch Talip Polat habe die Menüfolge vorgegeben, anschließend wurde gekocht. Bereits um 15 Uhr trafen sich die Helfer dafür jeweils – gegessen wurde durfte im vergangenen Monat erst zwischen 20.30 und 21.30 Uhr – je nach der Zeit des Sonnenuntergangs.

Große Töpfe, Gasherde und viele Zutaten waren für die Vorbereitungen nötig. „Die Besucherzahlen schwanken natürlich. Aber wir bereiten Essen für rund 200 Personen vor“, so Özdogru. So konnten die Besucher am Samstag eine Champignoncremesuppe, Salat, eine Art Eintopf, Reis, Melone und türkisches Gebäck genießen. Dabei waren zum Essen am Abend ausdrücklich nicht nur Muslime eingeladen – „jeder konnte kommen und mitessen“, so Özdogru

Die Nacht von Freitag auf Samstag stellte zudem eine besondere für die islamische Gemeinde dar – in dieser Nacht wurde der Koran auf die Erde herabgesandt. Auch das Ende des Fastemonats, das heute um 7.27 Uhr beginnt, wird besonders gefeiert. Nach einem speziellen Gebet für die Männer in der Moschee wird dieses Ereignis in der Regel gemeinsam zelebriert. „Häufig trifft man sich beim Ältesten der Familie, um dann dort gemeinsam zu essen und zu feiern“, sagt Gülsüm Özdogru.

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