Hagen und Kernig vor Vertragsverlängerung

Sparkassen-Chefs sollen weitermachen

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In eine weitere fünfjährige Amtszeit bei der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis sollen Kai Hagen (links) und Mike Kernig gehen.

Märkischer Kreis – Die Verbandsversammlung der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis muss darüber entscheiden, ob Kai Hagen und Mike Kernig an der Spitze des Geldinstitutes bleiben sollen.

Dazu hätten die Vertreter der Städte Altena, Balve, Neuenrade, Plettenberg und Werdohl sowie der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde in diesen Tagen eigentlich in Neuenrade zusammenkommen sollen. Das ist aufgrund der Corona-Pandemie derzeit aber nicht möglich. 

Die Verbandsversammlung, höchstes Organ des Sparkassenzweckverbandes, verzichtet deshalb auf eine Präsenzveranstaltung, also auf ein persönliches Treffen der Mitglieder. Der Bundestag hatte diese Möglichkeit im März durch eine Sonderregelung zu den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) eröffnet. Deshalb werden alle 36 Mitglieder der Verbandsversammlung die Beratungsunterlagen für die Sitzung ab heute per Post erhalten. Dazu gehören neben dem Vorschlag zur Personalentscheidung auch ein Papier, in dem die Sparkasse vorschlägt, wie die Überschüsse des vergangenen Jahres auf die sechs Trägerkommunen verteilt werden sollen, und der Jahresabschluss für das Jahr 2019. 

Abstimmung im Umlaufverfahren

Über alle Tagesordnungspunkte werden die Mitglieder der Verbandsversammlung nun also in einem sogenannten Umlaufverfahren abstimmen. Dabei wären die Beschlüsse auf schriftlichem Weg gefasst. Das Umlaufverfahren kommt meistens dann zur Anwendung, wenn die Entscheidenden keinen (weiteren) Diskussionsbedarf haben, gleichwohl aber ein formaler Beschluss notwendig ist. 

Das ist bei den Themen, die auf der Tagesordnung der Verbandsversammlung stehen, offensichtlich der Fall. Den vorgelegten Jahresabschlüssen und der Verwendung des Überschusses haben die Mitglieder der Verbandsversammlung in der Vergangenheit zumeist ohne große Diskussionen zugestimmt. Auch in den nun anstehenden Personalentscheidungen scheint es keinen Beratungsbedarf zu geben, zumal der Verwaltungsrat die Wiederbestellung des Vorstandsvorsitzenden Kai Hagen und des Vorstandsmitglieds Mike Kernig bereits beschlossen hat. Die Verbandsversammlung ist nun aufgefordert, diese Wiederbestellung zu genehmigen. 

Kai Hagen: Pferdefreund und Hobbytaucher

Kai Hagen ist seit fast zehn Jahren Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis. Der Pferdefreund und Hobbytaucher stammt gebürtig aus Dortmund, war 2008 aber aus dem Raum Oldenburg ins Sauerland gekommen, Vorstandsmitglied der Sparkasse geworden und nach zwei Jahren als Nachfolger von Robert Lützenkirchen an die Vorstandsspitze aufgestiegen. Schon damals hatte er in Hinblick auf seine beruflichen Pläne gesagt: „Ich denke, dass ich auch in zehn Jahren noch hier sitze. Und mit dann 58 Jahren verändert man sich nicht mehr.“ 

Nun steht Hagen, der in Neuenrade wohnt, kurz vor seinem 58. Geburtstag und soll zum dritten Mal für fünf Jahre zum Vorstandschef der Sparkasse mit ihren rund 300 Mitarbeitern bestellt werden. Sogar vorzeitig, weil der Verwaltungsrat dem Vorstand mit Hagen an der Spitze eine „überzeugende Leistung“ attestiert habe, heißt es aus Sparkassen-Kreisen. Eigentlich war Hagen noch bis 2023 gewählt, nun soll sein Arbeitspapier also bis 2025 verlängert werden. Am Ende dieser Wahlperiode wäre Hagen 63 Jahre alt. Das ist ein Zeitpunkt, an dem viele über ihre Rente nachdenken. 

Amtszeit würde bis 30. Juni 2025 verlängert

Seit zehn Jahren teilt sich Hagen die Vorstandsarbeit mit Mike Kernig. Der 52-Jährige Iserlohner, der mittlerweile in Nachrodt-Wiblingwerde wohnt, kam im Juli 2010 als Nachfolger von Walter Scholle in den Sparkassenvorstand. Er soll nun zum zweiten Mal wiedergewählt werden, wodurch sich seine Amtszeit wie die von Kai Hagen bis zum 30. Juni 2025 verlängern würde.

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