Männerchor Werdohl hat neuen Vorsitzenden

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Der Männerchor hat einen neuen Vorsitzenden: Wolfgang Schulte (vorne 3.v.l.). Alle übrigen Vorstandsposten bleiben nahezu unverändert.

WERDOHL - Der Männerchor Werdohl 1847/1891 steht ab sofort unter neuer Führung. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung am Samstagnachmittag im Restaurant Vier Jahreszeiten kündigte der scheidende Vorsitzende Manfred Rademacher an, nicht mehr für eine Wiederwahl kandidieren zu wollen. Private Gründe seien für seine Entscheidung ausschlaggebend, teilte er mit, fügte aber hinzu, eine Rückkehr in den Vorstand zu einem späteren Zeitpunkt nicht ausschließen zu wollen.

Von Susanne Riedl

Ein Nachfolger für den scheidenden Vorsitzenden war schnell gefunden. Einstimmig wählte die Versammlung Wolfgang Schulz zu Rademachers Nachfolger. In ihrer Funktion als Chorleiterin wurde Astrid Höller-Hewitt von den Sängern bestätigt. Ebenso wie Schriftführer Heinz Gaßmann, Kassierer Ulrich Häfner und Notenwart Bernd Kölsche.

Auch wenn der Verein immer kleiner werde und es manchmal schwierig sei, die öffentlichen Auftritte zu organisieren, wie der zweite Vorsitzende Günter Vogt feststellte, kann der Männerchor Werdohl auf ein reichlich aktives Vereinsleben zurückblicken. Heinz Gaßmann erinnerte in einer Rückschau an die diversen Auftritte in 2013.

Zu den Höhepunkten zählen dabei sicherlich das Gemeinschaftskonzert auf dem Riesei, die beiden Aufführungen der „Deutschen Messe“ von Franz Schubert, die Teilnahme an der Bahnhofseinweihung mit Bürgerfrühschoppen, das Stadtparkkonzert auf dem Brüninghaus-Platz, die musikalische Beteiligung beim Apfelfest auf Hof Crone, dem Volkstrauertag und der ökumenischen Andacht zur weihnachtlichen Einstimmung auf der Funkenburg.

Bei manchen Auftritten bekamen die Werdohler Sänger Unterstützung vom Männerchor aus Ohle – wie umgekehrt. Günter Vogt hob noch einmal die Wichtigkeit der gegenseitigen musikalischen Unterstützung hervor, die schon seit Längerem zum Tragen komme.

Thorsten Potthoff, Vertreter des Kreissängerbundes, übernahm im Rahmen der Jahreshauptversammlung nicht nur die Ehrung langjähriger Mitglieder, sondern fand auch aufmunternde Worte für die Gesangsgemeinschaft. „Es gibt keine alten Sänger“, zitierte er einen Kollegen aus der Vorstandsriege des Kreissängerbundes. Für jedes Alter gebe es entsprechende Musikstücke, die wirkungsvoll interpretiert und vorgetragen werden könnten, betonte er.

Es könne nicht das Ziel sein, 20-jährige Männer für den Männerchor Werdohl zu gewinnen. „Aber es gibt genügend, die gerade frisch in Pension gegangen sind, die man ansprechen kann. Das wird nicht leicht, aber man kann vorsichtig anfangen und nie die Hoffnung aufgeben“, ermunterte er die Sänger, bei ihrem angestrebten Mitgliederwerben nicht zu resignieren und auch die Möglichkeit der Fusion im Auge zu behalten.

Wie jedes Jahr, so nutzte der Männerchor auch am Samstag wieder die Möglichkeit, langjährige Sänger für ihre Vereinstreue auszuzeichnen. Seit 60 Jahren gehören Rolf Hamberg und Günter Müller zur Gemeinschaft. Norbert Gierse und Karl Heinz Winzer sind seit 25 Jahren aktive Sänger. Zu den fleißigsten Chorproben-Teilnehmern gehören in diesem Jahr: Hubert Beckmann, Ulrich Häfner, Bernd Kölsche, Willi Kuschmiersz, Günter Niggemann und Wolfgang Schulte.

Für das laufende Vereinsjahr stehen schon die ersten Termine für die Sänger fest. Das Gemeinschaftskonzert auf dem Riesei wollen die Sänger ebenso bereichern wie das Freundschaftssingen des Frauenchores Affeln, das Apfelfest auf Hof Crone, den Volkstrauertag und „DAS Konzert“ auf dem Riesei im November.

Nicht zu kurz kommt auch wieder das Vereinsleben mit Vereinsfahrt, Frühschoppen und Jahresabschlussfeier. Des Weiteren haben die Sänger eine Einladungen des befreundeten Männerchors Ohle angenommen.

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