Männerchor Werdohl bietet unterhaltsames Konzert

+
Die Sänger des Männerchores Werdohl hatten nicht nur das Konzert organisiert, sondern standen natürlich auch selbst auf der Bühne. Für ihren Auftritt ernteten sie kräftigen Applaus.

Werdohl -  Die Freude am Singen stand den Männern des MGV Werdohl ins Gesicht geschrieben. Nicht nur mit ihrem eigenen Auftritt, sondern auch mit den Vorträgen ihrer Gäste waren die Sänger mehr als zufrieden. Denn die Besucher im Festsaal Riesei erlebten ein kurzweiliges und vor allem humorvolles Programm.

Kein Platz war mehr frei am Samstagnachmittag im Festsaal Riesei. Schließlich traten dort gleich Chöre und eine Solistin auf. Das wollten sich zahlreiche Freunde guter Chormusik nicht entgehen lassen. Zu Recht. Denn was die Mitglieder des Werdohler Männerchores dort auf die Beine gestellt hatten, konnte sich nicht nur sehen, sondern vor allem auch hören lassen.

Den Auftakt des Konzertes gestalteten sie selbst. Mit dem bekannten Volkslied „Hoch, was von draußen herein“, sorgten sie direkt für Stimmung. Manch ein Fuß im Publikum wippte da im Takt mit. Chorleiterin Astrid Höller-Hewitt, die alle auftretenden Chöre leitet, hatte mit Bedacht ein Programm zusammengestellt, das nicht nur zu den Stimmen der Sänger passte, sondern auch zum Publikum.

Mit Erfolg, denn bereits nach dem zweiten Lied „Ein Freund, ein guter Freund“, war das Publikum in Swing-Laune. Die Besucher dankten den Sängern für den launigen Auftakt mit einem kräftigen Applaus. Etwas bedächtiger, aber nicht minder qualitätsvoll ging es da schon beim Auftritt des Gemischten Chores Werdohl zu. Mit „Wem Gott will rechte Gunst erweisen“ und einer deutschen Version von „Seasons in the Sun“ hatten sie zwei echte Ohrwürmer vorbereitet – besonders letzteres begeisterte die Zuhörer.

Neben den bekannten Volksliedern und –weisen gab es auch einige klassische Töne, dargeboten von Dorothee Hirth am Violoncello. Die Lüdenscheiderin begann mit sechs Jahren mit dem Musizieren. Vorbereitet hatte sie Arioso von Johann Sebastian Bach/Julian Lloyd Webber und den ersten Satz aus der Sonate G-Dur von Giovanni Battista Sammartini. Begleitet von Astrid Höller-Hewitt am Klavier begeisterte sie mit ihrem einfühlsamen und doch kraftvollen Spiel das Publikum im Festsaal.

Danach gab es wieder Chormusik. Dieses Mal von den Sängern des Männerchores Ohle. Mit „In der Ferne“, einer Volksweise aus Irland und dem Volkslied „Wenn alle Brünnlein fließen“ weckten sie Erinnerungen und Sehnsüchte im Publikum.

Doch es gab nicht nur Musik an diesem Abend, sondern auch Comedy. Um das Programm ein wenig aufzulockern, hatten die Sänger sich nämlich etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Sie hatten Hobi engagiert, den „Mann für alle Feste“, wie er sich selbst nennt. Er ging in den Reihen des Publikums auf Streife, erzählte auf humorige Weise von Knöllchen und anderen Straftaten. Die Idee des Veranstalters, das Konzert so ein wenig aufzulockern ging in diesem Bereich noch auf. Wenige Minuten später allerdings nicht mehr – zumindest nicht überall. Denn Hobis Auftritt als Boris Specht konnte nicht jeden überzeugen. „Boris Specht ist der Bruder von Max Raabe, wenn sie verstehen“, erklärte der Comedian. Ein gewagter Auftritt, denn das Publikum war durchaus fachkundig und so konnte nicht jeder etwas mit seiner Interpretation von „Kein Schwein ruft mich an“ anfangen – weder gesanglich noch komödiantisch.

Gut gelaunt ging es dennoch nach der Pause weiter. Nach dem imposanten Abschluss den alle Chöre gemeinsam gestalteten, gab es vom Publikum kräftigen Applaus für den musikalisch gelungenen und stimmungsvollen Abend.

Von Lydia Machelett

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare