Schlager und Pop sollen jüngere Sänger locken

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Bei der Jahreshauptversammlung wurden Mitglieder des Männerchores Werdohl für jahrelange Treue und regelmäßiger Beteiligung an Proben geehrt. Bernd Kölsche (4.von links) ist seit 50 Jahren Notenwart. Besonderer Dank galt Karl-Heinz Rehmann (3.von links).

Werdohl -  Seit 50 Jahren ist Bernd Kölsche Notenwart des Männerchores Werdohl 1847/1891. Solange sei noch niemand vorher Notenwart gewesen, hob der 2. Vorsitzende, Günter Vogt, diese Leistung bei der Jahreshauptversammlung hervor.

Kölsche habe seine Aufgabe immer sorgfältig erfüllt. Habe sich von überfüllten Schränken, fehlenden Notenblättern und feuchten Aufbewahrungsorten nicht abschrecken lassen. Am 5. März wird Kölsche in der Stadthalle Meinerzhagen mit Urkunde und Nadel für seine Treue geehrt. Ebenso dürfen sich Herbert Mentzel und Günter Vogt dann über die zentrale Ehrung freuen. Beide Sänger sind seit 60 Jahren Mitglieder des Werdohler Chores.

Einige zeigten sich verwundert darüber, dass die Jubilare nicht direkt in Werdohl vom Sängerkreis Lüdenscheid geehrt wurden. Der Sängerkreis habe festgelegt, so Vogt, dass alle Sänger des Kreises an einem Ort geehrt werden sollen, da die Vertreter des Sängerkreises nicht mehr zu jedem einzeln kämen.

Auf dem Programm der Jahreshauptversammlung standen weitere Auszeichnungen. So erhielten Günter Vogt, Ulrich Häfner, Walter Nixdorf, Günter Niggemann und Wolfgang Schultz den Weißen Raben. Sie hatten im Jahr 2016 nur zweimal bei Proben gefehlt. Ebenfalls einen weißen Raben bekam Hermann Gierse, der lediglich an drei Terminen nicht teilgenommen hatte.

Besondere Ehrung für Rehmann

Eine ganz besondere Ehrung wurde Karl-Heinz Rehmann zuteil. „Karl-Heinz hat viel für den Verein getan. Er war jahrelang Vorsitzender und Schriftführer. Er steht für die drei Ms: Macher, Moderator, Motivator“, brachte es Günter Vogt auf den Punkt. Für alle Geehrten stimmten die Sänger den Sängergruß „Grüß Gott mit hellem Klang“ und „“Sonntag ist’s“ an.

Im Rahmen des Ausblicks auf das Jahr 2017 geriet das Musikalische Frühschoppenkonzert am 10. Juni in den Fokus. Winfried Kuschmiersz brachte die Idee an, durch neue Lieder auch Jüngere anzusprechen: „Wir sollten andere Wege gehen, in den Schlager- oder Popbereich.“ Heute spielten sie alte Schlager in den Discotheken, nur mit flotteren Tönen. „Das können die Leute alle mitsingen“, ist sich Kuschmiersz sicher. Der Vorschlag kam bei seinen Sangesbrüdern gut an. Jetzt soll ein Liste mit passenden Titeln erstellt werden.

Beteiligung und Proben steigt

Zufrieden zeigte sich der Vorstand beim Blick auf die Beteiligung der Sänger. Die aktuell 27 Mitglieder nutzten 860 der 1064 möglichen Chorstunden. Damit ist die Beteiligung von 75,8 Prozent im Jahr 2015 auf 80,8 Prozent gestiegen.

Bei den Wahlen wurde ein Teil des Vorstandes neu besetzt. Winfried Kuschmiersz trat als 2. Kassierer an die Stelle von Walter Nixdorf, der stattdessen nun das Amt des 1. Kassenprüfers inne hat. Alle weiteren Vorstandsmitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt. Günter Vogt ist damit weiterhin der 2. Vorsitzende. Er machte aber deutlich, dass er den Posten nur dann übernehme, wenn die Sänger regelmäßig zu den Chorstunden erscheinen: „Eure Beteiligung ist wichtig.“

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