Luther-Musical mit Grundschülern und Pfarrer Dirk Grzegorek in der Hauptrolle

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Das Luther-Musical.

WERDOHL - Wie Martin Luther und seine Lehre sich auch auf den Weg nach Werdohl machten, zeigten die Schüler der nach dem Reformator benannten Städtischen Grundschule am Freitag in der nahezu vollbesetzten Christuskirche.

 In der Hauptrolle war Pfarrer Dirk Grzegorek zu erleben, der auf die Unterstützung von sehr viel jungem Volk bauen konnte. Denn in der Rolle der heimlichen Helden der Reformation erlebte das Publikum die gesangsstarken Chöre der Luther-Grundschule und den Kinderchor der Kirchengemeinde. Kantorin Marion Jeßegus hatte beide Chöre zu einer großen Sing- und Spielschar vereint und Instrumentalisten der Musikschule Lennetal als kleines, aber feines Orchester hinzugefügt.

In die Rolle der Erzählerin schlüpfte Bürgermeisterin Silvia Voßloh, die die Rahmenhandlung von der Kanzel verkündigte. Gut, dass so viele kleine Leute mit auf der Kirchenbühne standen: Denn es galt, dem Reformator zu lauschen und seine Botschaft Musik werden zu lassen. Da konnte sich Martin Luther nur anschließen: „Doppelt betet, wer singt“, verkündete er und stellte das Singen in eine Reihe mit dem Beten und der Verkündigung von Gottes Wort. „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln“, stimmte ihm das singende Volk mit den Worten des Psalm 23 zu.

 In den Mittelpunkt ihres Singspiels „Der falsche Ritter“ stellten Andreas Hantke (Musik) und Gerhard Monninger (Text) die Ereignisse von der Entführung Luthers auf die Wartburg, seine Verwandlung zum Junker Jörg, dem „falschen Ritter“, die Bibelübersetzung und seine Rückkehr nach Wittenberg, als die reformatorischen Bewegungen dort außer Kontrolle zu geraten drohten. Eine Morgenandacht in der Burgkapelle gab Martin Luther Gelegenheit, von seinem neuen befreiten Leben in Christus zu predigen.

Dessen Gnade habe seinem Gefühl, ein von einem zornigen Gott gehetztes Tier zu sein, ein Ende gemacht, verkündete der leidenschaftliche Prediger seiner Gemeinde. Ansprechende Musik, Spiel, Kostüme, Choreographie, und Verkündigung vereinte die Aufführung zu einem sehr gelungenen Spektakel, das Luthers Botschaft schön und kompakt zusammenfasste. Entsprechend kraftvoll fiel der Beifall aus.

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