Löschzug Eveking feiert 125-jähriges Bestehen

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Jung und Alt wird gleichermaßen vornehmlich am 13. September ein Einblick in die Ausrüstung und den Fuhrpark des Feuerwehr-Löschzuges Eveking geboten.

Werdohl - Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Der Löschzug Eveking der Freiwilligen Feuerwehr Werdohl feiert Mitte des kommenden Monats sein 125-jähriges Bestehen. Während der Kommers zum Auftakt am Freitag, 12. September, geladenen Gästen vorbehalten bleibt, ist die Bevölkerung an den zwei darauffolgenden Tagen zum Mitfeiern eingeladen. Das Ganze geschieht am und im neuen Gerätehaus an der Hauptstraße.

Seit einiger Zeit schon ist ein mehrköpfiges Planungsteam unter der Leitung von Zugführer Thomas Scharpe damit beschäftigt, den Ablauf des Jubiläumswochenendes vorzubereiten. Feierlich und damit hochoffiziell wird das Jubiläum mit dem schon erwähnten Kommers eröffnet, zu dem Vertreter aus Rat und Stadtverwaltung, aus der Wirtschaft, Kirche und den benachbarten Feuerwehrzügen eingeladen sind.

Bürgermeisterin Silvia Voßloh hat ihre Teilnahme bereits zugesagt. Neben den zu erwartenden, üblichen Grußworten werden die Gastgeber auch einen kurz gehaltenen Einblick in die Geschichte und Entwicklung des Löschzuges geben und auf besondere Einsatz-Höhepunkte hinweisen.

Der folgende Samstag, 13. September, steht dann zunächst ab 15 Uhr im Zeichen eines gemütlichen Beisammenseins bei Kaffee und Kuchen. Für die Kinder wird eine Hüpfburg errichtet, Kistenklettern ist angesagt, Löschübungen für die Kids dürften auch diesmal der Renner werden. Zudem präsentiert der Löschzug seine Einsatzfahrzeuge, und natürlich darf auch eine Schauübung nicht fehlen. Betreut werden die Gäste im Gerätehaus von den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr.

Um 19 Uhr fällt der Startschuss zur Blaulichtparty mit Sam-Tanzmusik, und wer Lust hat, kann sich in der Cocktailbar ein paar leckere Drinks mixen lassen.

Traditionell wird das Jubiläum am Sonntag, 14. September, ab 10 Uhr mit einem Frühschoppen fortgesetzt. Besonderer Höhepunkt dieses Vormittags: Der Shanty-Chor Werdohl wird den Jubilaren auf eigene Weise gratulieren – mit schwungvollen Liedern von der Waterkant.

Ein kurzer Blick zurück: Der jetzige Löschzug Eveking ist 1889 aus der damaligen Freiwilligen Bürgerfeuerwehr Eveking hervorgegangen. Die Gründungsversammlung fand am 27. November statt. Die erste Uniform bestand aus einer Arbeitsbluse, Gurten und dem seinerzeit noch obligatorischen Lederhelm. Da zunächst noch ein Steigerturm und Gerätehaus fehlten, marschierte die Mannschaft laut Protokollbuch sonntags in der Frühe – ganz im Stil der damaligen Zeit – nach Werdohl, um sich bei der dortigen, fünf Jahre früher gegründeten Wehr an den vorhandenen Gerätschaften ausbilden zu lassen.

Die Männer um Feuerwehr-Hauptmann Gustav Aßmann erhielten schließlich von der Gemeinde eine alte Druckspritze samt Ledereimern; ein Schuppen zur Aufbewahrung der Geräte wurde errichtet. Durch Spenden konnten Signalhörner, Laternen und weitere Ausrüstungen angeschafft werden.

1949: Opel Blitz als erstes Löschfahrzeug

Noch bevor die Wehr 1891 den Bau ihres Steigerturmes an der Auffahrt zum Mühlenschlad in Angriff nehmen konnte, bestand sie ein Jahr zuvor ihre erste Feuertaufe – gemeinsam mit der Wehr aus Werdohl – beim Brand des Gutshofes Karl Schulte auf der Brenge.

Im Laufe der folgenden Jahre verbesserte sich der Ausrüstungsbestand erheblich. Das erste Löschfahrzeug – ein Opel Blitz – wurde Ende 1949 in Dienst gestellt. Zehn Jahre später konnte das Gerätehaus an der B 229 in Eveking bezogen werden. Übergeben wurde es durch den damaligen Bürgermeister  Günther  Trommer. In den Folgejahren wurde der Fuhrpark modernisiert und wegen der gestiegenen Anforderungen erweitert. In all den Jahren – und bis heute – war der Alltag des Löschzuges immer reich an Einsätzen; oftmals verbunden mit hohen Anforderungen, auch bei Verkehrsunfällen.

Von Rainer Kanbach

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