Für den Monat Januar

Lockdown: Stadt verrechnet Elternbeiträge für Kitas

Für den Monat Januar werden in Werdohl keine Elternbeiträge erhoben.
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Für den Monat Januar werden in Werdohl keine Elternbeiträge erhoben.

Die Stadt Werdohl wird den Eltern die Beiträge für die im Januar wegen der Corona-Pandemie nicht in Anspruch genommene Betreuung ihrer Kinder nicht erstatten. Stattdessen wird sie keine Beiträge für den Februar erheben.

Das haben Kämmerin Vanessa Kunze-Haarmann und SPD-Ratsfrau Jana Gester am Donnerstag in einer Dringlichkeitsentscheidung festgelegt. Der Beschluss muss vom Rat noch nachträglich genehmigt werden, was aber eine Formsache ist.

Hintergrund ist, dass das Land den coronabedingten Lockdown auch für die Kindertagesbetreuung bis Ende Januar verlängert hat. Die Betreuungsangebote in Kitas und in der Kindertagespflege bleiben zwar grundsätzlich bestehen, an die Eltern ist aber der Appell ergangen, ihre Kinder zu Hause zu betreuen, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Unabhängig davon, ob die Betreuungsangebote in Anspruch genommen werden, wird nun der Elternbeitrag für Januar zwar erhoben, dafür aber im Februar ausgesetzt.

Entscheidung hat praktische Gründe

Jugendamtsleiterin Kirsten von der Crone nannte praktische Gründe für diese Entscheidung. „Die meisten Eltern haben die Beiträge für Januar schon per Lastschrifteinzug bezahlt“, erklärte sie. Der Aufwand, diese Zahlungen nun zurückzubuchen, sei größer als stattdessen einfach die Abbuchung für Februar auszusetzen. Das gelte für die Kindertagesstätten, die Tagespflege und die Offenen Ganzstagsschule, auch wenn Eltern ihre Kinder im Rahmen des eingeschränkten Pandemiebetriebs dort betreuen lassen. Die Stadt verzichtet damit auf Zahlungen in Höhe von rund 36 000 Euro, von denen das Land die Hälfte übernehmen will.

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