Live-Premiere mit „guter Resonanz“

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Gitarrist und Sänger Holger Menzel (vorne) hatte zunächst mit technischen Problemen zu kämpfen. Dann ging es aber los.

WERDOHL - Schwieriger Start für die Coverband Fun Connection bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt in Werdohl. 95 zahlende Gäste freuten sich auf die angekündigte „Zeitreise durch sechs Jahrzehnte“. Doch als es mit „Let Your Love Flow“ der Bellamy Brothers losgehen sollte, fielen Mikrofon und Gitarre von Holger Menzel zunächst aus.

Im zweiten Anlauf, zwei Minuten später, sollte der Einstieg ins Konzert im Haus Werdohl aber gelingen. Als nach dem zweiten Stück von einer Zuschauerin bemängelt wurde, die Band spiele „zu laut“, entsprachen die Musiker sofort dem Wunsch ihres Publikums und griffen zu den Reglern ihrer Verstärker.

Die Band Fun Connection existiert seit dreieinhalb Jahren. Thomas Reitz, Schlagzeuger und einziger Werdohler in der Truppe, und Gitarrist Uwe Selzer gründeten sie nach dem Ende der Vorgängergruppe Brunscheid Sixty gemeinisam mit Menzel, einem vormaligen Sauerland-Schurken. Bassist Otto Bartelt sowie Sängerin Jana Bille komplettieren die Besetzung. Die weiteren Bandmitglieder kommen aus Lüdenscheid, Valbert und Köln.

45 Stücke, aufgeteilt in sechs Sets, unterbrochen durch jeweils 15-minütige Pausen hatten die Musiker mitgebracht. Und die Mischung war tatsächlich bunt: Von „Lady in Black“ (Uriah Heep) ging es zur „Perfekten Welle“ (Juli), von „Bring me Some Water“ (Melissa Etheridge) zu „Sweet About me“ (Gabriella Cilmi), von „Ich will keine Schokolade“ (Trude Herr) zu „This is the Life“ (Amy McDonald).

Nachdem die Fun Connection ihr Programm bereits bei einer privaten Feier vor geladenen Gästen im Vereinsheim Altenmühle getestet hatte, gab es nun die Premiere. Gediegen spielte die Band auf, das Publikum schwelgte bei dem ein oder anderen Stück in Erinnerungen, Sängerin Jana wirkte zwar sehr schüchtern, ließ dann aber doch eine kraftvoll-schöne Stimme – etwa bei „These Boots are Made for Walking“ von Nancy Sinatra – ertönen.

„Die Resonanz an dem Abend war richtig gut“, freute sich der Werdohler Reitz nach dem Auftritt. Angesichts des Erfolges stellte er in Aussicht, dass die Fun Connection öfter in der Stadt zwischen Lenne und Verse auftreten könne. „Möglicherweise kommen wir jetzt jedes Jahr ins Haus Werdohl.“ Die Freunde, Verwandten und Fans wird es freuen.

Von Michael Koll

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