Kochazubi Lisa Seeger gewinnt Wettbewerb

Die 23-jährige Lisa Seeger in der Küche des Hotel Dorfkrug bei der Arbeit. Schon als Kind wollte sie Köchin werden. Jetzt gewann sie den Wettbewerb „Käthe-Kollwitz-Kochmütze“. - Foto: Peuckert

Werdohl - Lisa Seeger ist eine echte Frohnatur. „Sie kommt immer mit einem Lächeln hier rein und hat Spaß an ihrer Arbeit“, sagt Pascal Schäpers aus dem Servicebereich des Hotels Dorfkrug. Jetzt hat die Kochauszubildende des Hotel einen Grund mehr zur Freude: Vor Kurzem hat sie den Wettbewerb „Käthe-Kollwitz-Kochmütze“ des Berufskollegs in Hagen gewonnen.

„Ich war verdammt nervös“, gibt die 23-Jährige zu. Lisa Seeger ist im letzten Jahr ihrer Ausbildung. Im Mai und Juni steht die Abschlussprüfung an. „Ich wollte den Wettbewerb als Vorbereitung dafür nutzen“, sagt sie. Sie wollte schon einmal ein Gefühl dafür bekommen, wie es ist, beim Kochen von Prüfern beobachtet zu werden. Zwei Wochen vor dem Wettbewerb habe sie einen Warenkorb vorgesetzt bekommen. Inhalt: Zwei Stubenkücken, ein Schweinenetz, dabei handelt es sich um einen Teil aus dem Bauch das die Organe zusammenhält, und ein Lammrücken. Als Wettbewerbsaufgabe mussten die sechs Teilnehmer daraus ein Dreigänge-Menü zubereiten.

Eine Woche habe Lisa Seeger Zeit gehabt, sich ein Menü zu überlegen. Dann habe sie eine Liste mit den genauen Mengenangaben der übrigen Zutaten abgeben müssen. Im Vorfeld habe sie das Menü einmal komplett in der Hotelküche und einmal am Wochenende für ihre Eltern geübt.

Auf dem Speiseplan standen Crepinette vom Stubenküken in Bärlauchschaum auf geschmortem Chicoree als Vorspeise. Als Hauptgang servierte Seeger rosa gebratenen Lammrücken in Kräuterkruste mit kleinem Filetspieß und eigenem Jus auf Ziegenkäseblattspinat mit Würfelkartoffeln. Zum Nachtisch gab es eine Mozart-Kugel mit Zitronen-Mascarpone-Mousse und Birnensalat.

Bevor es am Wettbewerbstag in die Küche ging, musste Seeger einige Fachfragen beantworten. So zum Beispiel, wofür einzelne Gewürze benutzt werden. Dann konnte sie endlich loslegen. Gerade einmal vier Stunden Zeit blieben ihr bis zum Anrichten der Vorspeise.

Während der Zubereitung habe Seeger auf viele Dinge achten müssen. So habe sie als erste Aufgaben das Fleisch zerlegt und sofort wieder in den Kühlschrank gepackt. Auch, wenn die Nachspeise am Ende des Menüs stand, habe sie diese früh genug zubereiten müssen, um sie auf die richtige Temperatur zu bringen. Bei der Zubereitung des Lammrückens sei die genau Garzeit von entscheidender Bedeutung: „Das Fleisch muss rosa sein.“

Nachdem die Jury verkündet hatte, dass Lisa Seeger den ersten Platz belegte, sei sie aus allen Wolken gefallen. Als Preis gab es eine Urkunde, eine Kochmütze, ein Kochbuch, ein Turniermesser und eine Pfanne. Im Hotel seien alle sehr stolz auf die Siegerin, so Schäpers. An den Beruf der Köchin sei Seeger bereits im Alter von neun Jahren herangeführt worden. Damals hätten ihre Eltern eine Gaststätte betrieben. Nach ihrer Ausbildung würde die 23-Jährige am liebsten für zwei Jahre in Amerika arbeiten. „Das ist mein Traum“, sagt sie und lächelt.

Von Jana Peuckert

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