Busse fahren ab Montag durch die Fußgängerzone

Darum geht es eigentlich: Die Neuenrader Straße auf der sanierungsbedürftigen Hangbrücke, hier von der Plettenberger Straße aus gesehen. Der Hang wurde schon rechtzeitig vor dem 1. März gerodet.

Werdohl - Die Konsequenzen der geplanten Baustelle im Bereich der Hangbrücke auf der Neuenrader Straße sind weitreichender als angenommen: Die Linienbusse 60 und 274 müssen jetzt mitten durch die Fußgängerzone Freiheitstraße fahren, auch die Feuerwehr braucht diesen Rettungsweg.

Von Volker Heyn

Der Markt muss deshalb für die nächsten sieben Wochen auf den Goethe-Parkplatz verlegt werden.

Die Verstimmung zwischen StraßenNRW und der Stadt Werdohl ist unüberhörbar. Thomas Schröder, derzeit der erste Mann in der Werdohler Bauabteilung, will den Ärger der Autofahrer und vor allem der auf Lkw-Zulieferung angewiesenen Unternehmen nicht auf der Stadt Werdohl sitzen lassen. Üblicherweise gebe es immer Abstimmungsgespräche zwischen Straßen NRW und der Stadt, wenn größere Baumaßnahmen in Werdohl anstehen. In diesem Fall habe es überhaupt keine Vorlaufzeit gegeben, sich auf die Auswirkungen der Einbahnstraßensituation ab Montag einzustellen. Ähnliches war auch vom Ordnungsamt und der Feuerwehr zu hören, die in aller Eile eine Lösung für die Fußgängerzone und den Markt suchen mussten.

Wie bereits am Freitag berichtet, wird ab Rosenmontag die Neuenrader Straße zwischen dem Haus Werdohl und der Einmündung auf die B 236 nur bergab in eine Richtung zu befahren sein. Wer bergauf Richtung Neuenrade will, muss quer durch die Stadt und dann die Höllmecke hoch fahren.

Während sich die Autofahrer auf allgemeine Verzögerungen und Umwege einstellen müssen, bekommen vor allem die Lastwagen ernstere Probleme. Die Firmen Vossloh und Georg Fischer am Bahnhof sind fast abgehängt von Lkw-Anfahrten. Lkw können wegen der Einbahnregelung nicht mehr von der B 236 hoch am Haus Werdohl vorbei und links herunter durch die Neustadtstraße. Auch von der anderen Seite ist zumindest für größere Lkw kein Durchkommen, beim Trog unter der Stadtbrücke gilt eine Höhenbegrenzung. Zulieferer aus Richtung Plettenberg und aus Richtung Lüdenscheid müssen also zwingend die Höllmecke hoch, durch Neuenrade, die Serpentinen herunter und dann durch die Neustadtstraße zu den beiden großen Firmen am Bahnhof.

Auf der Neustadtstraße wird mit erheblicher Mehrbelastung zu rechnen sein. Diese Strecke wird als Ausweichstrecke für alle ortskundigen Autofahrer herhalten, hinzu kommt der Lkw-Verkehr. Dieser Umstand wurde bei StraßenNRW wohl nicht richtig eingeschätzt: Dort hieß es, man werde die Ampelschaltung am Haus Werdohl „entsprechend anpassen.“

Die Märkische Verkehrsgesellschaft reagiert ab Montag mit folgenden Änderungen: Die Haltestelle Christuskirche wird von den Linien 60 und 260 in entgegengesetzter Fahrtrichtung angefahren. Die Linien 60 und 260 bedienen die Haltestelle Lüdenscheider Straße der Linie 61 in Fahrtrichtung Werdohl. Die Haltestellen Friedrich-Keßler-Platz und Röther in Fahrtrichtung Neuenrade werden nicht mehr von den Linien 60 und 260 angefahren, außerdem kann die Haltestelle Röther in Fahrtrichtung Neuenrade nicht mehr von der Linie 274 bedient werden. Hierzu richtet die MVG folgende Umleitungen ein: Linien 60 und 260 in Fahrtrichtung Neuenrade: Die Busse fahren ab Haltestelle Werdohl Bahnhof über die Versestraße, Lüdenscheider Straße und Freiheitstraße zur Haltestelle Kirche. Anschließend weiter geradeaus über die Freiheitstraße und durch die Fußgängerzone zur Derwentsider Straße. Linie 60 und 260 in Fahrtrichtung Werdohl Bahnhof: Nach der Haltestelle Bausenberg fahren die Busse über den regulären Linienweg geradeaus. Die Linie 274 aus Fahrtrichtung Neuenrade fährt über den regulären Linienweg. Linie 274 von Plettenberg in Fahrtrichtung Neuenrade: Die Busse fahren nach der Haltestelle Brücke zur Vorth über die Freiheitstraße und Derwentsider Straße zur Haltestelle Bausenberg.

Warum es zwischen den Behörden keine Kommunikation gab, war trotz Nachfrage von StraßenNRW nicht zu erfahren. 

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