67 Personen machen mit

Letzter Platz, dennoch zufrieden: Werdohler radeln 11 654 Kilometer

Werdohls Klimaschutzmanagerin Meike Majewski ist mit gutem Beispiel vorangeradelt und hat sich natürlich am Stadtradeln beteiligt. Auch wenn das Stadtergebnis ausbaufähig ist, äußerte sie sich zufrieden.
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Werdohls Klimaschutzmanagerin Meike Majewski ist mit gutem Beispiel vorangeradelt und hat sich natürlich am Stadtradeln beteiligt. Auch wenn das Stadtergebnis ausbaufähig ist, äußerte sie sich zufrieden.

Zum zweiten Mal hat die Stadt Werdohl in diesem Jahr an der Aktion Stadtradeln teilgenommen. Klimaschutzmanagerin Meike Majewski hat die Aktion begleitet. Sie zieht Bilanz und meint, dass sie für die ganze Stadt, aber auch für sie selbst positiv ausfällt.

Werdohl – Stadtradeln ist eine Kampagne des Klima-Bündnises für mehr Klimaschutz und Radverkehr, bei der es darum geht, möglichst viele Fahrten im Alltag mit dem Fahrrad anstatt mit Auto oder Motorrad zurückzulegen. In Werdohl haben sich daran in diesem Jahr 67 Personen in 13 Teams beteiligt. Zusammen haben sie 11 654 Kilometer zurückgelegt. Der Werdohler Spitzenreiter schaffte satte 1111 Kilometer.

Kreisweit hat Werdohl mit dem Gesamtergebnis unter elf teilnehmenden Kommunen den letzten Platz belegt. Gewonnen hat Iserlohn (82 468 Kilometer) vor Menden (75 881 Kilometer) und Balve (73 947 Kilometer). Meike Majewski ist mit dem Werdohler Ergebnis dennoch zufrieden.

„Unter der Berücksichtigung, dass in diesem Jahr auch viele Nachbarkommunen erstmalig teilnahmen und somit eine Konkurrenz in der Werbung um Teilnehmer entstanden ist, ist das Ergebnis für Werdohl durchaus zufriedenstellend“, erklärte sie. Zumindest in Sachen Teilnehmerzahl habe das Ergebnisse von 2020 knapp übertroffen werden können, obwohl einige Werdohler in andere Städte abgewandert seien. Zum Vergleich: Im Jahr 2020 hatten 64 Teilnehmer in elf Teams insgesamt 11 883 Kilometer geschafft.

Unter ökologischen Gesichtspunkten habe sich die Teilnahme auf jeden Fall gelohnt, ist Majewski sicher. „Zusammen sparten die Werdohler rechnerisch zwei Tonnen CO2 ein, würde man die Fahrradkilometer auf solche mit dem Auto umrechnen“, hat sie ermittelt.

Zufrieden war Meike Majewski auch mit ihrer eigenen Teilnahme an der Aktion. „Ich habe mein Ergebnis vom vergangenen Jahr noch ein wenig toppen können und habe 471 Kilometer zurückgelegt“, berichtete Majeski, die mit gutem Beispiel vorangeradelt ist und des Öfteren den Weg von ihrer Wohnung in Lüdenscheid zum Arbeitsplatz im Werdohler Rathaus mit dem Rad zurückgelegt hat.

Das Ranking der Teilnehmer

Am Stadtradeln haben sich in Werdohl 13 Teams beteiligt. So sieht das Ranking aus:

1. ADFC Werdohl 2274 km
2. Offenes Team 2180 km
3. Sparkasse 2017 km
4. Ustea 990 km
5. Rathaus 817 km
6. Die Grünen 705 km
7. Ludemert 569 km
8. Kleinhammer 510 km
9. Vossloh 497 km
10. WBG 461 km
11. Alesskönner 356 km
12. SommerRadeln 144 km
13. CDU Werdohl 135 km

Als zusätzlichen Anreiz gab es beim Stadtradeln ein paar Preise, die unter den 45 Teilnehmern verlost wurden, die im 21-tägigen Aktionszeitraum mehr als 50 Kilometer geradelt sind. So gehen in diesen Tagen unter anderem zehn Familienkarten in Form von Gutscheinen für das Familienbad in Werdohl-Ütterlingsen (bereitgestellt durch die Stadtwerke Werdohl) und zehn praktische Stadtradeln-Bikezacs mit reichlich Platz zum Beispiel für Einkäufe, die schnell am Gepäckträger angebracht werden können (bereitgestellt durch den Märkischen Kreis), per Post an die Gewinner raus oder können im Rathaus bei Meike Majewski abgeholt werden.

Zudem erhalten die ersten 25 Teilnehmer, die sich zur Aktion angemeldet haben, nun ihr kleines Präsent in Form von Reifenreparatursets.

Auch Problemstellen im Stadtgebiet fanden im Rahmen der Aktion Berücksichtigung. So konnte im Aktionszeitraum erneut die „RADar-Funktion“ genutzt werden. Mehrere Radfahrer machten hiervon Gebrauch und nutzten die Funktion, um die Stadtverwaltung mittels Verortung in einer Karte beispielsweise auf schadhafte Stellen im Straßenbelag oder auch regelmäßig zugeparkte Radschutzstreifen aufmerksam zu machen.

Unterstützt wurde die Durchführung der Aktion nicht nur durch den Märkischen Kreis, sondern auch durch die Werdohler Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), die unter anderem mit einem Stand auf dem Werdohler Wochenmarkt in der ersten Woche des Stadtradeln-Zeitraumes Werbung für die Teilnahme machte.

Gemeinsam mit den anderen teilnehmenden Städten will man nun auch bereits zeitnah in die Planungen fürs Stadtradeln 2022 einsteigen, um dann größere gemeinsame Veranstaltungen auf die Beine zu stellen. Insofern werden die Werdohler auch in 2022 wieder die Gelegenheit haben, Teams zu gründen und gemeinsam so viele Kilometer wie möglich zu erradeln. Beim Wettbewerb Stadtradeln, der seit 2008 stattfindet, geht es um Spaß am Fahrradfahren und darum, möglichst viele Menschen für das Fahrradfahren im Alltag zu gewinnen.

Alle Altersklassen sind eingeladen, durch den Umstieg auf das umweltfreundliche Verkehrsmittel etwas für den Klimaschutz und für die eigene Gesundheit zu tun. Zudem leistet die Aktion einen Beitrag für eine lebenswerte Umwelt mit weniger Verkehrsbelastungen, weniger Abgasen und weniger Lärm.

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