Lennetz-Gesellschaft zieht nach Plettenberg

Wilfried Janz (4.v.r.) ist neuer hauptamtlicher Geschäftsführer des Ärztenetzes Lennetz. Beirat und Geschäftsführung stellten sich am Dienstagabend komplett neu auf. Rechts die Werdohler Ärzte Thomas Greif und Dr. Uwe Trauzettel.

WERDOHL ▪ Der Ärzteverbund Lennetz steht gleichzeitig mit dem Weggang seines Gründers Dr. Wolfgang Krämer vor tiefgreifenden Veränderungen. Firmensitz und Geschäftsstelle werden nach Plettenberg verlegt.

„Sein Kind Lennetz ist jetzt so groß, dass es alleine laufen kann“, kommentierte der Werdohler Hausarzt Thomas Greif den Weggang seines Kollegen Dr. Krämer. Für ihn sei der Weggang keine Überraschung gewesen, er habe frühzeitig davon erfahren. Dr. Krämer habe auf diese Weise für einen kontinuierlichen Übergang in der Lennetz-Gesellschaft gesorgt. Dr. Krämer war bislang neben seiner Tätigkeit als Hausarzt Geschäftsführer der Gesellschaft.

Bei der Ärztevereinigung wurden bereits am Dienstagabend Nägel mit Köpfen gemacht. Die Mitglieder bestellten den Betriebswirt Wilfried Janz zum hauptamtlichen Geschäftsführer, der auch bei einer ähnlichen Ärztevereinigung in Herdecke Geschäftsführer ist. Janz sitzt in der Nähe von München und wird von dort aus die Geschicke in Herdecke und in Plettenberg leiten.

Die dem Lennetz-Gebilde ähnliche Organisation Herdecke Plus mit rund 30 Mitgliedern und die Lennetz-Gesellschaft mit rund 75 Mitgliedern aus dem südlichen Kreisgebiet werden in Kürze auch fusionieren. Schon zum 1. Juli wird die Lennetz-Geschäftsstelle aus der Werdohler Freiheitstraße 7 in Räume des Plettenberger Krankenhauses umziehen. Das Plettenberger Haus ist schon lange Geschäftspartner des Ärzteverbundes. Damit wird auch der Lennetz-Geschäftssitz von Werdohl nach Plettenberg verlegt.

Neue ärztliche Geschäftsführer sind Dr. Sebastian Vieregge aus Plettenberg und der Allgemeinmediziner Clemens Bertram aus Meinerzhagen. Die Werdohler Ärzte Thomas Greif und Dr. Uwe Trauzettel sind nur noch im Beirat tätig, Dr. Trauzettel war vorher neben Dr. Krämer Geschäftsführer. Neuer Lennetz-Gesellschafter wird bald das weithin bekannte Herdecker Gemeinschaftskrankenhaus. Nur noch formale Kontakte gebe es hingegen zum Altenaer Krankenhaus, so Greif: „Ein Trauerspiel.“

Von Volker Heyn

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