Verabschiedung in den Ruhestand

VHS Lennetal: Leiterin Funke geht nach fast 30 Jahren

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Barbara Funke (Mitte) verlässt nach fast 30 Jahren die Volkshochschule Lennetal. Gestern hat sich Bürgermeisterin Silvia Voßloh verabschiedet. Holger Sellien wird neuer Leiter der Bildungseinrichtung.

Werdohl - „Sie haben die VHS geformt, ihre Ideen in all den Jahren eingebracht und hatten immer ein offenes Ohr für Mitarbeiter und Schüler.“ Mit diesen Worten würdigte Bürgermeisterin Silvia Voßloh das Engagement von Barbara Funke, die am 1. Mai nach fast 30 Jahren bei der Volkshochschule (VHS) Lennetal in den Ruhestand geht.

Voßloh verabschiedete sich am Montag von Funke, die die Bildungseinrichtung bereits seit 2007 leitet. Die Bürgermeisterin bescheinigte ihr, „die notwendige Strenge“ aber auch viel Einfühlungsvermögen, mit dem es Barbara Funke stets gelungen sei, die Menschen mitzunehmen. Als Abschiedsgeschenk brachte Silvia Voßloh Weingläser mit dem Wappen der Stadt Werdohl mit, die die VHS-Leiterin stets an die Arbeit in dieser Stadt erinnern sollen. 

„Jetzt ist es wichtig, dass neue Akzente gesetzt werden“, stellte die scheidende VHS-Leiterin fest. Auch mit Blick auf die fortschreitente Digitalisierung zeigte sie sich überzeugt, dass die Herausforderungen für ihren Nachfolger Holger A. Sellien kein Problem darstellen würden. „Lernen ist auch ein sozialer Prozess, die wenigstens sind für das Selbststudium geeignet“, unterstrich Funke, dass die Volkshochschule auch in den kommenden Jahrzehnten auf jeden Fall weiter benötigt werde. Der Mensch sei als Gemeinschaftswesen angelegt und lerne in Gesellschaft deutlich besser als alleine. 

Hilfsmittel der Digitalisierung nutzen

Allerdings solle auf die Hilfsmittel, die die Digitalisierung biete, auch in der Volkshochschule keinesfalls verzichtet werden, stellte Funke heraus. Die Kunst sei, die jeweiligen Vorteile zu nutzen, ohne die Nachteile in Kauf nehmen zu müssen. 

„Es geht dabei vor allem um das gemeinsame Leben und um den Zusammenhalt“, unterstrich Holger A. Sellien. Genau hier setze die VHS an, die den Menschen diverse Bildungsmöglichkeiten eröffne. „Allgemeinbildung ist wie das Öl im Getriebe“, beschrieb Funkes Nachfolger die Vorteile, die sich für die Gesellschaft ergeben würden. Denn durch Allgemeinbildung werde auch das Verständnis füreinander gefördert. 

Künftig neue Wege beschreiten

Die VHS müsse künftig neue Wege beschreiten, dabei aber nach wie vor die Menschen im Blick haben und diese mitnehmen, beschrieb Barbra Funke. Sellien ergänzte, dass man gerade neue Kommunikationsmöglichkeiten nutzen und Arbeitsabläufe entsprechend anpassen müsse. „Eines der Projekte in diesem Zusammenhang, das Barbara Funke noch maßgeblich begleitet hat, ist unsere neue Website“, sagte der künftige Leiter der Bildungseinrichtung. 

Damit werde der Erneuerungsprozess aber nicht enden, sagte Sellien. Er deutete an, dass die Angebote der VHS künftig auch in den sozialen Netzwerken präsent sein sollen. „Denn eines unserer erklärten Ziele ist, auch jüngere Zielgruppen für die Volkshochschule zu gewinnen.“ 

Programm wird neu gestaltet

Um noch mehr Menschen als bisher anzusprechen, werde man sich auch künftig an den Bedürfnissen der Bevölkerung orientieren, versprachen Barbara Funke und Holger Sellien. Zudem soll die Neugestaltung des gedruckten Programms demnächst dazu beitragen, dass die Angebote der VHS verstärkt wahrgenommen werden. So müsse darüber nachgedacht werden, ob das Programm weiterhin jährlich oder eventuell demnächst halbjährlich gedruckt werde – ohne die Mehrkosten aus dem Blick zu verlieren. 

Verstärkt möchte sich die Volkshochschule Lennetal demnächst beispielsweise an die heimischen Schulen und Kindergärten wenden, um ihre Angebote für Kinder und Jugendliche bekannter zu machen und neue Kursteilnehmer in dieser Altersgruppe zu gewinnen.

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