Abgeordnete schaltet sich ein

Lenneroute: Jetzt soll die Politik das Projekt voranbringen

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Der projektierte Radweg zwischen Plettenberg und Werdohl soll definitiv nicht auf der Bundesstraße markiert werden, erklärt Andreas Berg von Straßen.NRW.

Werdohl/Plettenberg – Seit mehr als 30 Jahren ringen Politik und Behörden um eine Radweglösung zwischen Werdohl und Plettenberg. Von einem Ergebnis sind sie noch immer so weit entfernt wie am ersten Tag.

Knackpunkt ist vor allem das etwa 500 Meter lange Verbindungsstück zwischen den beiden Städten im Bereich Bauckloh/Teindeln. 

Auf der Fahrbahn der B236 zwischen Teindeln auf Plettenberger und dem Kettling auf Werdohler Gebiet stehen die Fahrbahnmarkierungen nach dem Neubau der Gasleitung noch aus. Ein Radweg soll auf der Bundesstraße allerdings nicht markiert werden, wie Andreas Berg, Pressesprecher der Regionalniederlassung Südwestfalen von Straßen.NRW, mitteilt. „Einen Radweg wollen wir baulich herstellen“, sagt er. Dieser soll parallel zur Bundesstraße verlaufen, allerdings ist der genaue Verlauf im Abschnitt zwischen dem Roller-Möbelhaus in Teindeln und der kurz vor Kettling über die Lenne führenden kleinen Brücke noch unsicher. 

Anfrage an die Landesregierung

Straßen.NRW habe einen Radweg neben der Straße favorisiert, was die Untere Wasserbehörde laut Berg aber ablehnt und einen Verlauf in unmittelbarer Nähe der Lenne bevorzuge. Letzteres wäre allerdings ungünstig, da der Radweg so möglicherweise häufig überflutet und somit nicht nutzbar wäre, erklärt der Straßen.NRW-Sprecher. Man befinde sich daher noch in Gesprächen über die genaue Trassenführung in diesem Bereich. 

Jetzt hat sich die SPD-Landtagsabgeordnete Inge Blask (Hemer) in die Debatte eingeschaltet. Angeregt durch den Werdohler SPD-Ratsherrn Jürgen Henke, hat sie die Radwegverbindung zwischen Werdohl und Plettenberg zum Gegenstand einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung gemacht. Die Kleine Anfrage ist ein parlamentarisches Instrument, mit dem Abgeordnete Informationen von der Landesregierung einfordern können. Blask weist in ihrer Anfrage auf die Bedeutung des Radweges und das Gefahrenpotenzial der B236 für Radfahrer hin. „Sowohl in der Politik wie auch in der Bevölkerung herrscht völliges Unverständnis darüber, dass man angeblich nicht in der Lage zu sein scheint, hier Abhilfe zu schaffen“, drückt sie ihren Unmut aus. 

Wie ist der aktuelle Planungsstand?

Blask will nun von der Landesregierung wissen, wie der aktuelle Planungsstand ist und welche Entscheidungen nötig sind, um endlich zu einer Verwirklichung des Vorhabens zu kommen. Sie fragt nach möglichen Alternativen zu der zuletzt diskutierten Lösung mit einer Stützwandkonstruktion entlang der Bundesstraße. Auch bringt sie die Möglichkeit ins Gespräch, dass die Stadtverwaltungen von Werdohl und Plettenberg den Landesbetrieb Straßen.NRW bei der Planung des Radweges unterstützen könnten. Und schließlich fragt die SPD-Abgeordnete auch, welchen zeitlichen Rahmen die Landesregierung bis zur Vollendung des Vorhabens setze. 

Jürgen Henke, in Werdohl auch Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung und in dieser Funktion intensiv mit der Planung des Lenneroute genannten Radwegs beschäftigt, erhofft sich von der Kleinen Anfrage, dass endlich Bewegung in die Angelegenheit kommt. „Wir wollen eine Perspektive haben“, verlangt er. Denn die Radwegverbindung zwischen Werdohl und Plettenberg sei nicht nur für Touristen, sondern auch für Berufspendler von großer Bedeutung.

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