Lenneroute in Elverlingsen: Das sind die Alternativen

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Regelmäßig wird die Tragkraft der Stützmauer zwischen Bundesstraße und Lenne in Elverlingsen untersucht. Bei der Radwegvariante 2 müsste ein Kragen an die B 236 gebaut werden, auf der der Radweg verlaufen soll. Das ist bislang aus Kostengründen verworfen worden.

Werdohl – Straßen.NRW und Stadt Werdohl gehen die größte planerische Herausforderung für den Radweg Lenneroute an: Für den Bereich rund um das Kraftwerk Elverlingsen ist eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben worden.

Martin Hempel, Leiter der Werdohler Tiefbauabteilung, wird kommende Woche Dienstag die Ergebnisse dieser Studie bei der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung vorstellen. 

Die Planungen für diese schwierige Stelle reichen bis in das Jahr 2013 zurück. Einen vorläufigen Höhepunkt erreichte die Diskussion, als der damalige Bau-Fachbereichsleiter Bernd Mitschke von einem niedrigen zweistelligen Millionenbetrag sprach. In dieser Variante soll die Bundesstraße Richtung Lenne durch ein Bauwerk verbreitert werden. Seitdem herrscht Funkstille, was mögliche Ideen für eine Radwegeführung rund um das Kraftwerk angeht. 

Fünf Varianten und Kombinationen

In der Überlegung sind fünf Varianten und Kombinationen. Die preiswertesten Trassenführungen sind die über den Beulberg beziehungsweise über den Biesenberg. Der größte Nachteil ist der jeweilige Berg: Radfahrer, die nur von einem Ort zum anderen kommen wollen, würden im Zweifel über die flache Bundesstraße fahren. Schön wäre auch eine Trasse am Lenneufer entlang bis Dresel und Husberg. Hier müsste allerdings eine Brücke gebaut werden, auch der Weg durch ein Naturschutzgebiet kann eine Hürde darstellen. 

Mehr als zehn Millionen Euro sollte die Verbreiterung der B 236 an dieser Stelle kosten.

Richtig teuer würde die Variante 3 mit dem Stützbauwerk entlang der Bundesstraße. Idealerweise würde der Radverkehr direkt an der Straße mit geringem Höhenunterschied verlaufen. 

Stadt hat die Planungen übernommen

Die Variante 4 ist keine eigenständige Lösung, sondern würde sich an die Brücken- oder Stützbauwerk-Vorschläge hängen. Auf Höhe der Kleingartenanlage Dresel würde die Trasse im Grünstreifen entlang der Bundesstraße führen. Seit die Stadt die Planungen 2018 von Straßen.NRW übernommen hat, ist ein Voranschreiten zu erkennen. 

Im Juni dieses Jahres wurde das Konzept der Machbarkeitsstudie besprochen, im September gab es ein Planungsgespräch mit der Finger Bauplan GmbH. Jüngster Akt im Drama „Lenneradweg“ war das Abstimmungsgespräch mit Straßen.NRW über die Förderfähigkeit Anfang Oktober.

Radweg im Ausschuss 

Der Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung tagt am 3. Dezember ab 17 Uhr.

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