Entscheidendes Gespräch im März?

Lenneradweg:  Landrat schaltet sich ein

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Der Lenneradweg bleibt Gesprächsthema.

Werdohl – Im Zusammenhang mit dem Lenneradweg-Abschnitt an der Stadtgrenze zwischen Werdohl und Plettenberg setzt Landrat Thomas Gemke auf ein Gespräch mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW, das im März stattfinden soll.

Das hat er dem Werdohler Ratsherrn Jürgen Henke (SPD) mitgeteilt. Henke hatte den Landrat um Vermittlung zwischen Straßen.NRW auf der einen und den Wasser- und Naturschutzbehörden auf der anderen Seite gebeten. Die beiden Seiten vertreten unterschiedliche Auffassungen darüber, wie der Radweg gebaut werden soll. Straßen.NRW befürwortet einen höhengleichen Radweg zur B 236, der auf einer in das Flussufer zu bauenden Betonkonstruktion verlaufen würde. 

Wasser- und Naturschutzbehörden halten dagegen einen auf einem künstlich angelegten Absatz im Lenneufer verlaufenden Radweg für die umweltverträglichste Lösung. Straßen.NRW wiederum sieht darin die Gefahr, dass der Radweg bei Hochwasser überspült würde und lehnt diese Variante ab.

Flussradwege besonders attraktiv

Landrat Gemke schreibt nun in einer Antwort an Ratsherr Henke, dass Flussradwege im Uferbereich besonders attraktiv seien, „selbst wenn sie der Natur der Sache nach bei seltenen Hochwässern überspült werden könnten“. Dies ändere nichts an ihrer Attraktivität. Außerdem verweist Gemke darauf, dass Radfahrer auf einem sechs bis acht Meter unter Straßenniveau liegenden Radweg besser vor dem Kraftfahrzeugverkehr geschützt seien und nicht im direkten Abgasbereich radeln müssten. Die von Straßen.NRW favorisierte Lösung sorge dagegen für Zerstörungen im Böschungsbereich und für eine dauerhafte Verschattung dieser Zonen.

Für März habe Straßen.NRW nun noch einmal zu einem Gespräch eingeladen, in dem die verschiedenen Varianten erörtert werden sollen, teilte der Landrat Henke mit. „Das dort zu erzielende Gesprächsergebnis bleibt abzuwarten“, schließt Gemke.

Jürgen Henke hofft, dass es in dem Gespräch endlich zu einem Durchbruch kommt und sich die beiden Seiten einigen können. „Ansonsten überlege ich mir, ob ich nicht den Petitionsausschuss des Landtages anrufe“, sagte Henke.

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