Doch noch keine Einigung

Lenneradweg: Der Streit geht weiter

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Wann Radfahrer auf der Lenneroute zwischen Werdohl und Plettenberg endlich in die Pedale treten können, ist nach wie vor offen. SPD-Politiker Jürgen Henke hat offenbar vorschnell eine Einigung verkündet.

Werdohl – War das nun ein Teilerfolg oder geht der Streit um den Bau des Lenneradweges an der Stadtgrenze zwischen Werdohl und Plettenberg nur auf einer anderen Ebene weiter?

Festzustehen scheint derzeit nur, dass der Märkische Kreis sich aus der Angelegenheit heraushalten will. 

Frohgelaunt hatte der Werdohler SPD-Ratsherr und Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung, Jürgen Henke, vor ein paar Tagen einen Durchbruch verkündet. Seine „Eingabe an den Landrat des Kreises“ habe zum Erfolg geführt, verkündete der Politiker auf seiner privbaten Facebook-Seite. 

Lückenschluss zwischen Werdohl und Plettenberg

Die Untere Wasserbehörde und die Untere Naturschutzbehörde sowie die Obere Wasserbehörde hätten ihre Bedenken gegen die Radweg-Variante des Landesbetriebs Straßen.NRW zurückgezogen, behauptete Henke und zog daraus den Schluss, dass der Landesbetrieb den Lückenschluss im Bereich Teindeln/Bauckloh nun endlich herstellen könne. Henke bezog sich dabei auf eine Mitteilung, die Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper unlängst bei der Bürgermeisterkonferenz gemacht haben sollte. 

Plettenbergs Bürgermeister Ulrich Schulte, der im Gegensatz zu Werdohls Bürgermeisterin Silvia Voßloh an dem Treffen der Stadtoberhäupter mit den Spitzen der Kreisverwaltung in Lüdenscheid teilgenommen hatte, äußerte sich skeptisch: „Ob das am Ende zum gewünschten Ergebnis führt, ist meines Erachtens noch offen. Die Freude, die Jürgen Henke auf Facebook zum Ausdruck gebracht hat, ist vielleicht noch etwas zu früh“, bremste Schulte gegenüber dieser Zeitung die Erwartungen. 

Keine Einwände gegen Stützmauer

Gut möglich, dass Schulte mit dieser Einschätzung richtig liegt. Zwar hat die beim Märkischen Kreis angesiedelte Untere Wasserbehörde wohl tatsächlich keine Einwände mehr gegen die von Straßen.NRW geplante Errichtung einer Stützwand zwischen B 236 und Lenne, um auf einem damit entstehenden Streifen den Radweg bauen zu können. Das jedenfalls konnte Kreis-Pressesprecher Hendrik Klein auf Nachfrage der Redaktion im Prinzip bestätigen: „Wir sehen in dieser Angelegenheit nach einem ersten Eindruck keine Zuständigkeit der Unteren Wasserbehörde“, sagte er. 

Damit ist der Weg zum Bau der Radroute in diesem Bereich aber noch lange nicht frei. Zuständig für die Bewertung, ob das etwa 500 Meter lange Radwegstück nach den Vorstellungen von Straßen.NRW gebaut werden kann, ist nämlich wohl die bei der Bezirksregierung Arnsberg angesiedelte Obere Wasserbehörde. 

Gespräche werden vorbereitet

„Wir bereiten jetzt Gespräche mit der Oberen Wasserbehörde vor, dann sehen wir weiter“, sagte der Pressesprecher des Landesbetriebs Straßen.NRW, Andreas Berg, zu dieser Entwicklung auf Anfrage der Redaktion. Wann diese Gespräche stattfinden könnten, ließ Andreas Berg allerdings offen. Jürgen Henke wird sich also weiter gedulden müssen.

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