Lenneradweg bleibt in Werdohl ein Streitthema

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Die Trassenführung des Lenneradwegs bleibt ein Streitthema unter den politischen Fraktionen.

Werdohl - Der Trassenverlauf des Lenneradwegs auf Werdohler Gebiet zwischen der westlichen Stadtgrenze zu Altena und der östlichen Grenze zu Plettenberg bleibt ein Streitthema und wird auch in der letzten Ratssitzung dieses Jahres am 18. Dezember (17 Uhr, Ratssaal) wieder diskutiert werden.

Unsere Zeitung beantwortet im Vorfeld der Sitzung die wichtigsten Fragen.

Wie ist der aktuelle Stand der Dinge?

Mit den Stimmen der CDU, WBG sowie FDP und bei zehn Enthaltungen und einer Gegenstimme aus den Reihen der SPD-Fraktion ist die Verwaltung in der bislang letzten Ratssitzung Ende November damit beauftragt worden, die Planungen für den rund 3,6 Kilometer langen Abschnitt zwischen Rathaus und Kettling zu erstellen und in Abstimmung mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW für eine schnellstmögliche Fertigstellung zu sorgen. In die Ratssitzung am Montag wird die SPD auf Bestreben ihres Verkehrsexperten Jürgen Henke den Antrag einbringen, diesen Beschluss noch einmal zu überdenken.

Wie wird der Radweg verlaufen?

Laut Ratsentscheid soll die Trasse rechtsseitig der Lenne hinter den Firmen VDM sowie Fahrner und über die Gilde- und Gewerbestraße geführt werden. Die SPD regt jetzt an, die von ihr bereits in der Vergangenheit vorgestellte Planung linksseitig des Flusses erneut zu verhandeln, weil der Landesbetrieb Straßen.NRW auch bereit sei, touristisch reizvolle Varianten zum Radwegebau zu finanzieren.

Was ist der wichtigste Unterscheid zwischen beiden Varianten?

Die linksseitige Variante würde den immer als Nadelöhr bezeichneten „Posten 40“ auf der Bundesstraße 236 weiträumig umfahren. In den aktuellen Planungen würde der Radweg in diesem Bereich das Lenneufer hinauf und auf die B 236 geführt, um über die Brücke die Bahnschienen queren zu können. Henke hatte diese Streckenführung gegenüber unserer Zeitung als gefährlich bezeichnet, war dafür von der CDU, die diese Aussage als falsch bezeichnet, gerügt worden.

Wie könnte die Variante linksseitig der Lenne realisiert werden?

„Das bereits akzeptierte Verbindungsstück Vorthstraße/Rathaus wird in die Verwirklichung einbezogen“, heißt es in dem Antrag der SPD. Sofern dafür eine oder zwei Lennequerungen erforderlich würden, seien diese in Form von Holzkonstruktionen oder vielleicht auch einer Fährmöglichkeit in die Planung aufzunehmen. Informelle Gespräche mit der Unteren Wasserbehörde hätten stattgefunden. „Sofern die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden, wird eine Genehmigung nicht verweigert“, schreibt die SPD.

Besteht über den weiteren Trassenverlauf des Radwegs auf Werdohler Gebiet Einigkeit?

Auch die Streckenführung im Bereich der Stadtgrenze zu Altena, wo der Radweg bis Elverlingsen fertiggestellt ist, ist offen. In der vergangenen Ratssitzung wurde die Verwaltung durch CDU, WBG und FDP beauftragt, verschiedene Optionen für die Radwegeverbindung zwischen Dresel und Elverlingsen auf ihre Realisierbarkeit zu prüfen. Die CDU hatte als eine Option vorgeschlagen, den Radweg aus Altena kommend über recht steile Trassen Richtung Dresel zu führen. Für Henke sind diese Pläne veraltet und verworfen. Er und die SPD favorisieren eine Streckenführung über das Mark-E-Kraftwerksgelände. Deshalb wird die Verwaltung in dem Antrag aufgefordert, die Untersuchungen für den Bereich Elverlingsen „schnellstmöglich umzusetzen“. Sollten die Verhandlungen negativ ausgehen, regt die SPD sogar einen ministeriellen Entscheid an, um endgültig Klarheit zu bekommen.

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