Testlauf durch das neue Flussbett

Lenne: Raue Rampe ist bald fertig

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Eine große Baggerschaufel thront im steinernen Flussbett der Lenne unterhalb der Lennebrücke. In allernächster Zeit werden die Arbeiten abgeschlossen sein, dann wird die Lenne über die sogenannte raue Rampe geleitet.

Werdohl – Im April wurde unter Aufsicht der Wasserbehörde das Wasser der Lenne durch den Obergraben nahe der Lennebrücke abgeleitet, Mitte September darf es wieder zurück ins neugemachte Bett.

Mit viel Gerumpel wird eine Wagenladung nach der anderen am Wohnmobilstellplatz am Westpark abgekippt. Die Gesteinsbrocken werden von Bauarbeitern des Neuenrader Tiefbauers Ossenberg an Ort und Stelle eingebaut. 

An der Stelle, wo sich bis zum Jahresanfang die kleine Staustufe befand, ist der Höhenunterschied flussabwärts über einige hundert Meter nivelliert worden. Die Lenne fließt später über eine sogenannte raue Rampe weiter in Richtung Ütterlingsen. Das Flussbett ist an dieser Stelle komplett durch Steine erneuert worden. Seitlich davon ist auch schon die neue Fischaufstiegshilfe zu sehen, eine Rinne, in der sehr große Gesteinsbrocken den Tieren Möglichkeiten bieten, sich flussaufwärts zu bewegen. 

Lennebrücke soll ab Herbst erneuert werden

Noch erkennbar ist der Düker, der jede Menge Versorgungsleitungen quer unter der Lenne her führt. Das war nötig geworden, weil ab Herbst die Lennebrücke erneuert werden soll. Die Leitungen verliefen unter dem Brückenkörper, das darf in Zukunft nicht mehr sein. 

Der Westpark ist stark zugewachsen – weil kein Wasser durch die Anlagen fließt, hat die Stadt auf die Pflege verzichtet. Die Ruhebänke werden dennoch gut genutzt.

Die Leitungen wurden zuerst durch den damals trocken gelegten Obergraben verlegt, anschließend wurde das Lennewasser bis heute durch den Obergraben abgeführt. Wenn im Herbst mehr Wasser im Fluss sein wird, ist das neue Bett bereit. 

Richtlinie wird umgesetzt

Die Baustelle steht unter Beobachtung der Wasserbehörden, da mit dem Bau von Rampe und Sohlgleite die europäische Wasserrahmenrichtlinie umgesetzt wird. Finanziert wird die Maßnahme zum größten Teil durch das Land NRW und in Anteilen durch die Stadt Werdohl und die Firma Ika. Enervie und Straßen.NRW sind beteiligt. 

Die starke Staub- und Lärmentwicklung macht den Wohnmobilisten nichts aus – die Plätze sind oft belegt.

In der Schlacht betreibt Dima Itani von der Firma Ika Fenster ein Wasserkraftwerk.

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